Attentat in Berlin

Stocker: „Angriff auf unsere offene Gesellschaft“

Innenpolitik
26.07.2026 15:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Aus der österreichischen Spitzenpolitik sind am Sonntag entsetzte Reaktionen auf den Angriff auf Teilnehmende des Christopher Street Days (CSD) in Berlin gekommen, der am Samstagabend eine Tote und 29 Verletzte gefordert hat. „Was gestern in Berlin geschehen ist, war ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft“, schrieb Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf X. Außenministern Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und SPÖ-LGBTIQ+ Sprecher Mario Lindner reagierten ähnlich.

„Eine junge Frau wurde durch eine von Hass getriebene Tat aus dem Leben gerissen, viele Menschen wurden verletzt. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und bei allen, die diese Tat miterleben mussten“, schrieb Stocker weiter.

Meinl-Reisinger drückte ebenfalls auf X ihre Erschütterung aus und meinte: „Der CSD steht für Liebe, Freiheit und Zusammenhalt. Diese Werte lassen wir uns nicht nehmen. Liebe ist stärker als Hass.“

Gewessler: Gegen Hass und menschenfeindliche Ideologien
Lindner, der auch Vorsitzender der sozialdemokratischen LGBTIQ+ Organisation SoHo ist, erklärte in einer Aussendung: „Wenn die Feinde unserer offenen Gesellschaft unsere Vielfalt angreifen, dann werden wir immer mit mehr Zusammenhalt, mehr Sichtbarkeit und mehr Solidarität antworten.“ Die Grüne Bundessprecherin Leonore Gewessler ließ mittels Aussendung mitteilen: „Was ein Tag der Sichtbarkeit, des Zusammenhalts und der Solidarität sein sollte, wurde von Gewalt überschattet.“ Hass und menschenfeindliche Ideologien hätten in unserer Gesellschaft keinen Platz, so Gewessler.

Auch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) äußerte sich am Sonntag: „Der islamistische Terror hat wieder einmal mitten ins Herz unseres freien Lebens getroffen. Ob Straßenparade, Weihnachtsmarkt oder Konzert – das Ziel ist immer dasselbe: unsere offene und freie Gesellschaft und unsere westlichen Werte“, stellte sie in einer Aussendung fest.

Darmann: Europa „in Geiselhaft des islamistischen Terrors“
Die FPÖ nimmt in ihrer ersten Reaktion auf den tödlichen Angriff Bezug auf den mutmaßlich islamistischen Hintergrund des Tatverdächtigen. FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann kritisierte in einer Aussendung die europäische und österreichische Asyl- und Migrationspolitik. Seit der „fatalen Grenzöffnung im Jahr 2015“ befinde sich Europa nach wie vor in der Geiselhaft des islamistischen Terrors, meinte Darmann und bekräftigte in diesem Zusammenhang die FPÖ-Forderung nach „einem sofortigen Asylstopp, einem lückenlosen Grenzschutz, konsequenten Abschiebungen straffälliger und illegal aufhältiger Ausländer sowie einem Verbotsgesetz gegen den politischen Islam“.

Am Rande des Berliner CSD war am späten Samstagabend im Stadtteil Tiergarten ein weißer Kastenwagen in die Menschenmenge gefahren. Eine Frau erlag noch an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen, 29 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung