19.11.2020 16:00 |

Nakedbike-Neuauflage

Neue BMW S 1000 R: Bayerisches Leichtgewicht

Ein Jahr nach dem Supersportler S 1000 RR bringt BMW nun auch die Neuauflage des davon abgeleiteten Nakedbikes: die BMW S 1000 R. Auf dem Papier wirkt die Neue auf den ersten Blick nicht sonderlich bahnbrechend, bei etwas genauerer Betrachtung ändert sich der Eindruck aber schneller, als man 199 Kilogramm sagen kann.

Das ist das fahrfertige Gewicht des Münchner Roadsters, dem sie daher bei BMW den Titel Leichtgewicht der Klasse zuschreiben (202 kg inkl. Komfort- und Dynamikpaket). Im Vergleich zur Vorgängerin hat die S 1000 R, Modelljahr 2021 beachtliche 6,5 Kilogramm abgespeckt. Und mit M Paket zeigt die Waage nochmals bis zu 4,8 kg weniger an (mit Carbonrädern; mit Schmiederädern nur 3,1 kg). Macht im Bestfall also 194,2 kg. Für ein Nakedbike. Vollgetankt. Respekt!

Allein der neue Motor spart 5 kg ein. Da sei es ihm verziehen, dass die Leistungsdaten denen des alten Modells entsprechen: 165 PS bei 11.000/min., dazu 114 Nm bei 9250/min. Doch in diesem Segment geht es nicht unbedingt um Spitzenwerte, sondern um Fahrbarkeit, und die wollen sie bei BMW weiter verbessert haben: Die Drehmomentkurve verläuft nun linearer und fetter. In Zahlen: Der Sprint von 0 auf 200 km/h geht mit acht Sekunden nun fast eine halbe Sekunde schneller. Nicht von der S 1000 RR übernommen wurde die variable Nockenwelle.

Zur Geräusch- und Drehzahlreduzierung sind der 4., 5. und 6. Gang jetzt länger übersetzt. Neben einer leichtgängigeren und selbstverstärkenden Anti-Hopping-Kupplung verfügt die neue S 1000 R als Sonderausstattung erstmals über eine Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR).

Fahrwerk aus der RR
Rahmen und Schwinge basieren auf der S 1000 RR, der Motor übernimmt im sogenannten Flex Frame eine wesentlich stärkere mittragende Funktion als bisher. Das Ganze ist nicht nur leichter, sondern trägt zwischen den Knien auch weniger auf. Eine noch entspanntere Sitzposition erlaubt jetzt eine verstellbare Lenkerklemmung. Bereits serienmäßig stehen zwei Positionen zur Verfügung: 0 mm / +10 mm nach vorne. Optional werden darüberhinaus 10 mm höhere Lenkerböcke angeboten, die ebenfalls um 0 mm / +10 mm in Fahrtrichtung gedreht werden können.

Die Unterzugschwinge wurde von der S 1000 RR übernommen und das Federbein mit Full Floater Pro Kinematik befindet sich nun deutlich weiter von der Schwingendrehachse und vom Motor entfernt. Dadurch wird ein unerwünschtes Aufheizen durch die Motorabwärme unterbunden.

Auch das elektronische Fahrwerk DCC ist verfügbar, in überarbeiteter Form.

Serienmäßig ist die Sechs-Achsen-Sensorbox samt schrägenlagenabhängiger Traktionskontrolle DTC und ebensolchem ABS. Die drei Fahrmodi „Rain“, „Road“ und „Dynamic“ sind immer dabei, „Fahrmodi Pro“ kostet extra und bietet neben besonders umfangreichen Einstellmöglichkeiten die MSR und die „Power Wheelie“-Funktion. Außerdem unterstützt der dynamische Bremsassistent DBC (Dynamic Brake Control) den Fahrer zusätzlich bei Notbremsmanövern.

6,5 Zoll großes TFT-Display statt klassischen Instrumenten
Die Instrumentenkombination der neuen S 1000 R wurde ebenfalls von der S 1000 RR übernommen. Neben einem erweiterten Funktionsumfang und Informationsangebot wurde besonderer Wert auf eine bestmögliche Ablesbarkeit gelegt. Für eine optimale Darstellung - selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen - wurde das Display deshalb groß gestaltet. Es bietet maßgeschneiderte Bildschirmdarstellungen für verschiedene Einsatzzwecke. Der Pure-Ride-Screen bietet beispielsweise alle notwendigen Informationen für den normalen Betrieb auf der Straße, während ein weiterer Core Screen Anzeigen für Schräglage, Verzögerung sowie die Traktionskontrolle darstellt. Bereits serienmäßig ist eine Bluetooth-Schnittstelle zum Smartphone zur zweckmäßigen Pfeilnavigation mit App enthalten. Die Bedienung des TFT erfolgt komfortabel vom Lenker aus über den Multi-Controller. Über das optionale M Paket steht ein dritter Core Screen mit Balkenanzeige und Laptimer zur Verfügung.

Große Lichtshow
Die komplette Beleuchtung ist mit LEDs dargestellt. Die Rück- und Bremsleuchten sind wie bei der S 1000 RR in die Blinker integriert. Die vorderen Blinkleuchten sind „versteckt“ an der Gabel angebracht. Das optionale adaptive Kurvenlicht bietet bei Nacht eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn in Kurven. Hier werden zusätzliche LED-Module additiv hinzugeschaltet.

Die neue BMW S 1000 R kommt in Österreich im April 2021 zum Preis von 16.990 Euro auf den Markt.

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