03.11.2020 09:55 |

Stiftung Warentest

3D-Drucker: Gute Modelle schon für unter 300 Euro

Sie drucken Figürchen, Spielzeug, Schmuck oder Ersatzteile aus Kunststoff - 3D-Drucker erobern allmählich Privathaushalte. Zu Recht, denn gute Druckqualität ist schon für unter 300 Euro zu haben, wie ein Test der Stiftung Warentest zeigt. Testsieger ist allerdings das teuerste Gerät für rund 1000 Euro.

Die Verbraucherschützer ließen acht 3D-Drucker zum großen Warentest antreten: den „XYZprinting da Vinci mini W+“ für etwa 275 Euro (aus der Familienserie von XYZprinting), den „XYZprinting da Vinci Junior“ für rund 465 Euro, der für Pädagogen beworben wird, und sechs weitere 3D-Drucker im Preisbereich von 300 bis 1000 Euro: „Anycubic i3 Mega S“, „Creality CR-10 V2“, „Flashforge Adventurer 3“, „Monoprice MP10“, „Renkforce (Conrad) RF100 XL“ und „Prusa i3 MK3S“.

Einstecken und loslegen, wie bei normalen Druckern üblich, funktioniert mit 3D nur selten. Die Anleitungen seien häufig auf Englisch und nicht selten fehlerhaft, kritisieren die Tester. Um zum besten Druckergebnis zu kommen, seien „Pioniergeist, Erfahrung und Übung gefragt“. Sehr gut warten ließen sich in der Regel die großen oder offen gebauten 3D-Drucker. Kunststoffreste zu entfernen, sei bei ihnen kein Problem. Auch die Bedienung und das Abnehmen des Druckstücks gehe bei offenen Geräten besser von der Hand. Meist könnten die offenen Geräte auch größere Gegenstände fertigen, so die Stiftung Warentest. Ihr Nachteil: Der Stromverbrauch sei deutlich höher.

Teuerstes Modell schnitt am besten ab
Den Testsieg trug am Ende das mit rund 1000 Euro auch teuerste Modell im Testfeld davon, der „Prusa i3 MK3S“ davon. Es sei leicht zu bedienen, drucke besonders exakt und sei als Open-Source-Gerät eine „Besonderheit“: Drittanbieter dürfen demnach Zubehör dafür anbieten. Der Drucker könne zudem seine eigenen Ersatzteile drucken. Außerdem lasse er sich durch Zubehör erweitern, so die Verbraucherschützer in der aktuellen Novemberausgabe der Zeitschrift „test“.

Nicht alle Drucker sind so überzeugend wie der Testsieger. Der „XYZprinting da Vinci Junior“ verfehlt beispielsweise das Klassenziel und landet ganz hinten. Der Grund: Filamentreste sammelten sich im Test in allen Winkeln und Ritzen des Gehäuses. Das Gerät sei anschließend kaum noch sauber zu bekommen gewesen, so das Fazit. Testurteil: mangelhaft.

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