Ein Ausritt, Stallarbeit oder nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und plötzlich schlägt ein Pferd aus. Was oft mit einem blauen Fleck endet, kann schwere Verletzungen verursachen. Wie Ersthelfer nach einem Pferdetritt richtig reagieren, erklären Rotes Kreuz und Samariterbund im neuen Teil der „Krone NÖ“-Serie „Helfen rettet Leben“.
„Pferde sind beeindruckende Tiere, die meist als sanft und gutmütig wahrgenommen werden“, weiß Harald Radschopf, Erste-Hilfe-Experte des Samariterbunds. Doch ihre Kraft sollte niemand unterschätzen. „Pferde sind Fluchttiere. Schon ein kurzes Aufschrecken kann dazu führen, dass sie ausschlagen oder treten“, warnt Radschopf.
Selbstschutz vor Fremdschutz
Die Folgen können von schmerzhaften Prellungen bis hin zu Knochenbrüchen oder inneren Verletzungen reichen. Für Ersthelfer gilt aber zunächst: Selbstschutz geht vor Fremdschutz. „Gehe nur zur verletzten Person, wenn keine unmittelbare Gefahr mehr besteht“, so Radschopf. Das Tier sollte daher nach Möglichkeit gesichert und entfernt werden, zudem sollte man sich ruhig nähern und hektische Bewegungen vermeiden.
Möglichst wenig bewegen
„Wichtig für Ersthelfer ist es, die Person möglichst wenig zu bewegen, besonders bei Verdacht auf Wirbelverletzungen“, erklärt Radschopf. Bei Verdacht auf schwere oder innere Verletzungen ist der Notruf zu wählen. „Prüfe regelmäßig das Bewusstsein und hilf der Person, die Ruhe zu bewahren. Sorge gegebenenfalls für Wärmeerhalt.

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.
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