18.08.2020 15:38 |

Verhütung

Die Anti-Baby-Pille feiert Geburtstag

Heute vor 60 Jahren hat die erste Frau in den USA eine Antibabypille geschluckt. Das war ein Meilenstein - nicht nur in der Verhütung, sondern auch für die Selbstbestimmung der Frau.

„Die Pille ist mit großem Abstand - nämlich 34 Prozent - die häufigste von Frauen angewendete Verhütungsmethode, gefolgt von der Hormonspirale mit 6 Prozent“, erklärt der Wiener Gynäkologe und Verhütungsexperte DDr. Christian Fiala. „Heute gibt es über 60 verschiedene Präparate, sodass die meisten Frauen eines finden, welches sie gut vertragen. Neben der wirksamen Verhütung ermöglicht die Pille auch eine Besserung vieler anderer Beschwerden. Nicht nur unreine Haut, sondern auch zahlreiche Menstruationsleiden können gelindert werden.“ 

Frauen würden natürlicherweise in den etwa 35 Jahren ihrer Fruchtbarkeit 12 bis 15 Kinder bekommen, die meisten wünschen sich aber nur ein bis zwei. Seit der Einführung der Pille können Frauen selbst bestimmen, wann und wie viele Kinder sie in die Welt setzen wollen. DDr. Fiala plädiert dabei für den sogenannten Langzyklus. Dabei erfolgt die Einnahme durchgängig, ohne einwöchige Pause nach 3 Wochen. Das erhöht die Sicherheit. Er empfiehlt, die Pille nur einmal pro Jahr für eine Woche abzusetzen.

Unverständlich ist für den Mediziner auch, dass Österreich als eines der wenigen Länder in West-Europa noch immer keine Kostenübernahme wirksamer Verhütungsmittel anbietet, sondern die Menschen selbst dafür aufkommen müssen. Wie der Verhütungsreport zeigt, könnte dadurch die Zahl der Abtreibungen von derzeit etwa 30.000 jährlich um ein Drittel gesenkt werden.

Gesundheitsredaktion, Kronenzeitung

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