Die bereits in die Jahre gekommene und immer wieder aufgewärmte Diskussion über eine Nummerntafelpflicht für Radfahrer ist nun wieder in Zeiten des Wiener Wahlkampfs aufgeflammt. In Zeiten des zunehmenden Radverkehrs in Österreich, vor allem in Wien, und der immer häufigeren Nutzung von motorisierten E-Bikes werden die Rufe nach einer Nummerntafelpflicht für Fahrräder wieder lauter. Doch was sind die Argumente für eine solche Kennzeichnung und was spricht dagegen? Wir haben uns die Argumente beider Seiten angesehen.
Erst neulich kam es wieder zu einem Zwischenfall mit einem Radfahrer. Im Zuge einer Auseinandersetzung schlug ein bis dato unbekannter Fahrradfahrer einen 47-jährigen Passanten, welcher daraufhin zu Boden fiel und mit dem Kopf auf dem Asphalt aufschlug. Das Opfer schwebt noch in Lebensgefahr. Der Täter floh anschließend auf seinem Fahrrad. Vorfälle wie dieser aber auch viele Fahrradfahrer, welche gegen die STVO verstoßen, sind Wasser auf den Mühlen der Befürworter einer solchen Kennzeichnung für Radfahrer.
Die Argumente der Befürworter sind, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die geltenden Verordnungen der STVO halten zu haben. In Zeiten, in welchen der Fahrradverkehr drastisch zunimmt, kommt so eine Forderung nur berechtigterweise zum Vorschein. Weiters sollen auch eine Haftpflichtversicherung, welche ein Teil der freiwilligen Haushaltsversicherung sein kann, und eine verpflichtende Verkehrsschulung stattfinden wie beispielsweise Leserin07 und unterwegs fordern.
Die Argumente der Gegenseite sind hingegen der vermeintliche Mehraufwand in der Verwaltung und dass viele Radfahrer statt auf dem Rad auf das Auto umsteigen und somit das Verkehrsaufkommen in den Städten und in Österreich wiederum erhöhen. Weiter wird auch darauf eingegangen, dass es derzeit einfach an genügend Kontrollen fehlt. Dadurch könnten selbst die strengsten Gesetze nicht exekutiert werden, meint etwa User maximal1.
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