02.05.2020 18:54 |

Videos auf TikTok

Porno-Lesezeichen kostete Uni-Lektor seinen Job

Ein Lesezeichen in seinem Browser mit dem Titel „Busty College girl fu…“ ist einem Vortragenden an der Universität Miami zum Verhängnis geworden. Studenten entdeckten bei einer E-Learning-Sitzung das Lesezeichen am Bildschirm des Vortragenden, machten Screenshots und Videos und meldeten es der Uni. Der Lektor reichte daraufhin die Kündigung ein.

Der Vorfall ist nun großes Thema in der Uni-Zeitung „Miami Hurricane“. Demnach hatte der Lektor eine Zoom-Videokonferenz aufgesetzt, in der er seinen Bildschirm mit den Studenten teilte. Er hatte allerdings vergessen, dass dabei auch seine Browser-Lesezeichen für alle Studenten sichtbar sind - und sorgte mit dem Porno-Bookmark für Gelächter.

Vortragender wurde zum Social-Media-Gespött
Als Studenten den Vortragenden bei dem E-Learning-Kurs Ende März auf das Lesezeichen ansprachen, ignorierte er dies zunächst - und hielt später sogar noch weitere E-Learning-Kurse ab, in denen es zu sehen war. Die Studenten machten Screenshots und Videos, luden sie auf Plattformen wie TikTok hoch - und machten den Vortragenden damit zum Social-Media-Star wider Willen.

Als ihm sein Dilemma klar wurde, entschuldigte sich der Vortragende per Mail bei seinen Studenten und hielt zunächst noch eine weitere Unterrichtsstunde per Video-Chat ab. Die nächste fiel allerdings ohne Angabe von Gründen aus, der Vortragende verschwand von der Website der Universität und seine Studenten wurden von einem anderen Lektor übernommen.

Studenten beschwerten sich bei Uni-Hotline
Wie später bekannt wurde, hatten sich Studenten bei einer Hotline der Universität über den Vortragenden beschwert. Dabei dürfte zur Sprache gekommen sein, dass das Lesezeichen mit „Busty college girl fu...“ - auf Deutsch etwa „vollbusige Studentin gef...“ - betitelt war, was im universitären Umfeld natürlich als besonders verwerflich betrachtet werden dürfte.

Dass der Vortragende nach dem Vorfall seinen Job aufgeben musste, erscheint einigen Studenten nun allerdings übertrieben. Viele solidarisieren sich mit dem Ex-Lektor. Eine Online-Petition, in der gefordert wird, den Mann wieder einzustellen, wurde bislang von mehr als 4000 Personen unterschrieben.

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