Hilfsgüter zerstört

Russische Rakete schlug in UNO-Lagerhalle ein

Außenpolitik
22.05.2026 18:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine russische Rakete hat in eine Lagerhalle der Vereinten Nationen im Osten der Ukraine eingeschlagen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Zudem wurden Hilfsgüter, wie Schlafmatten und Hygieneprodukte, im Wert von einer Million US-Dollar zerstört. 

Die Hilfsgüter seien für Flüchtlinge in den Frontgebieten bestimmt gewesen, sagte die Vertreterin des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Kiew, Bernadette Castel-Hollingworth. Der Vorfall habe sich bereits am Mittwoch ereignet. Es sei das erste Mal, dass eine UNHCR-Einrichtung angegriffen worden sei. Bereits in den vergangenen Wochen seien jedoch zwei deutlich gekennzeichnete UNO-Konvois im Osten der Ukraine mit Drohnen angegriffen worden, hieß es. Das Hilfswerk geht davon aus, dass weitere Attacken dieser Art folgen könnten.

Das ukrainische Militär griff laut den russischen Besatzungsbehörden die Region Luhansk mit Drohnen an. Dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben, 35 Kinder wurden verletzt. Der russische Gouverneur Leonid Passetschnik sagte, dass ein Gebäude der Pädagogischen Hochschule getroffen worden sei. Der Kreml sprach von einem „monströsen Verbrechen“, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. 

Das ukrainische Militär hat eine Pädagogische Hochschule getroffen.
Das ukrainische Militär hat eine Pädagogische Hochschule getroffen.(Bild: AP)
Laut russischen Angaben waren zu dem Zeitpunkt 86 Jugendliche in den Räumlichkeiten.
Laut russischen Angaben waren zu dem Zeitpunkt 86 Jugendliche in den Räumlichkeiten.(Bild: AP)
Mindestens vier Menschen sollen ums Leben gekommen sein.
Mindestens vier Menschen sollen ums Leben gekommen sein.(Bild: AP)

Laut Passetschnik waren zum Zeitpunkt des Angriffs 86 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren in den Räumlichkeiten. Auf Aufnahmen waren ein brennendes Gebäude, verkohlte Wände und Trümmer zu sehen. Die Rettungskräfte suchten am Freitag noch nach Überlebenden unter den Trümmern. Laut einem Bericht konnten zwei Menschen lebend geborgen werden.

Die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs liegen derzeit auf Eis. Ein Durchbruch blieb bisher aus. Grund ist vor allem, dass der Kreml an seiner Forderung festhält, die Ukraine solle ihre Truppen aus dem Gebiet Donbass abziehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt das Abtreten von Gebieten ab.

„Die Russen sind zu Gesprächen bereit. Wir sind der Meinung, dass es immer besser ist, miteinander zu reden, als die Lage in eine totale Konfrontation zu treiben – und genau das ist es, was die Europäer derzeit tun“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Kurzem. Es sei wohl nicht schlecht, wenn jetzt eine Unterhändlerin oder ein Unterhändler auf EU-Ebene gesucht werde.

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