Die gestiegenen Fixkosten gehen an den Österreichern nicht spurlos vorüber. Acht von zehn Befragten haben im letzten halben Jahr Erhöhungen bei Sprit, Lebensmittel & Co. gespürt, knapp zwei Drittel reduzierten bewusst ihre Ausgaben. Gezielte Schritte zur Senkung der hohen Fixkosten setzten dennoch nur gut 35 Prozent. Damit lässt man viel Geld liegen.
An der Tankstelle und bei Lebensmitteln spüren die Österreicher die Teuerung gerade besonders stark. Das geben 59 Prozent der Befragten an. Dahinter folgen Restaurants, Cafés und Bars (51 Prozent) sowie Reisen (44 Prozent). Kein Wunder also, dass unterm Strich 80 Prozent der Österreicher angeben, in den vergangenen sechs Monaten Fixkostenerhöhungen im eigenen Geldbörsel bemerkt zu haben – 30 Prozent davon sogar stark.
Fast zwei Drittel schränken Ausgaben ein
Das führt wiederum dazu, dass fast zwei Drittel (63 Prozent) ihre Ausgaben zurückschrauben. Am stärksten schränken sich die Österreicher mit 71 Prozent der Befragten bei Restaurant-, Bar- oder Cafébesuchen ein. Dahinter folgen bei 60 Prozent dann geringere Ausgaben für Bekleidung und Schuhe, gefolgt von Reisen und Urlaub (59 Prozent), Freizeit und Kultur (56 Prozent), sowie Möbel (46 Prozent, siehe Grafik).
Etwas überraschend ist, dass nur 32 Prozent angeben, sich beim Transport und Verkehr einzuschränken – obwohl dort die Teuerung am stärksten gespürt wird. „Mobilität ist für viele schlicht nicht verhandelbar. Umso wichtiger ist es, an anderen Stellen anzusetzen, etwa bei den Fixkosten“, so Zwickl.
Mobilität ist für viele schlicht nicht verhandelbar.

Martin Zwickl, COO bei Durchblicker
Bild: Julia Dragosits
Ein Drittel bleibt bei der Optimierung der Fixkosten untätig
Trotz der zunehmenden finanziellen Belastung blieb ein Drittel der Österreicher (35 Prozent) hinsichtlich der Optimierung ihrer fixen Ausgaben im letzten halben Jahr untätig. Gerade einmal hat jeder Vierte seine Finanzprodukte unter die Lupe genommen oder den Stromtarif gewechselt. So greift rund ein Drittel lieber regelmäßig auf Erspartes zurück. Oder man überzieht das Konto (19 Prozent), um über die Runden zu kommen.
Familie kann bis zu 5254 Euro bei den Fixkosten sparen
Wie viel Geld ein Vergleich bringen kann und wie riesig das Sparpotenzial ist, zeigt eine aktuelle Erhebung des Vergleichsportals Durchblicker. Als Beispiel wurde eine vierköpfige Familie in St. Pölten mit Eigenheim, Auto und normalen Verträgen für Energie, Handy und Bankkonto gewählt.
Bei den Versicherungen ist das Sparpotenzial für viele ein blinder Fleck.
Martin Zwickl, COO bei Durchblicker
Größtes Potenzial bei Versicherungen
Am meisten drinnen ist bei den Versicherungen. Dort beträgt der jährliche Prämienunterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten (vergleichbaren) Angebot stolze 3480 Euro. Darüber hinaus sind bei Strom und Gas bis zu 1186 Euro, beim Bankkonto 346 Euro sowie bei Handy- und Festnetzvertrag weitere bis zu 240 Euro jährlich drinnen. Macht insgesamt eine stolze Summe von bis zu 5254 Euro!
„Fix heißt nicht unveränderbar“, so Zwickl zu den Fixkosten. „Beim Mobilfunk und zunehmend auch bei Energieverträgen wissen die Österreicher inzwischen, dass ein regelmäßiger Check bares Geld bringt. Bei den Versicherungen ist das Sparpotenzial für viele aber ein blinder Fleck. Verträge werden einmal abgeschlossen und dann jahrelang nicht mehr angeschaut“, betont der Experte.
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