11.04.2020 06:05 |

Morbus Parkinson

Hoffnung: Moderne Therapien gegen das „Zittern“

Etwa 200.000 Österreicher sind von Morbus Parkinson betroffen, Tendenz steigend. Die Erkrankung ist nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln, wie Experten anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11.4. berichten.

Parkinson ist eine chronische Erkrankung, die nur langsam voranschreitet und meist im Alter zwischen 55 und 65 Jahren auftritt. Durch den Verlust bestimmter Nervenzellen kommt es zu einer Unterproduktion des Botenstoffes Dopamin. Im Verlauf der Erkrankung speichern Gehirnzellen immer weniger dieses Botenstoffes und können bei Bedarf nicht genügend davon freisetzen. Steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen und zitternde Hände sind typische Symptome. Zur Behandlung im frühen Stadium stehen eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung. Um das Wohlbefinden der Betroffenen zu steigern, werden begleitende Therapien wie Physio-, Ergo-, Sprach- und Psychotherapie empfohlen.

Mittlerweile gibt es auch im Spätstadium der Erkrankung gut wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen neben der Tiefen Hirnstimulation mittels gezielter elektrischer Impulse auch Pumpentherapien. Bei letzteren wird der Wirkstoff unter die Haut (Apomorphin-Pumpe) bzw. direkt in den Dünndarm ( L-Dopa-Pumpe) injiziert. Dies gewährleistet eine Verlängerung der Wirksamkeit des Medikaments sowie eine kontinuierliche Versorgung und ermöglicht dem Erkrankten einen weitgehend normaler Alltag. Insgesamt stehen hierzulande 32 Zentren und zahlreiche ausgewiesene Experten zur Verfügung, die auf Parkinson spezialisiert sind. Auch Immun- bzw. Gentherapien stehen im Fokus der Parkinson-Forschung.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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