Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den tödlichsten Krebserkrankungen überhaupt. Nur wenige Betroffene überleben die ersten fünf Jahre. Doch jetzt gibt es neue Hoffnungsträöger ...
Bauchspeicheldrüsenkrebs galt lange Zeit als eine der am schwersten behandelbaren Krankheiten, da über 90 Prozent der Tumore eine bisher kaum therapierbare RAS-Mutation aufweisen.
Medikament soll Überlebenschancen verdoppeln
Mit dem experimentellen Medikament Daraxonrasib des Herstellers Revolution Medicines (RevMed) gibt es nun aber offenbar einen neuen Hoffnungsschimmer, wie das „Wall Street Journal“ berichtet. In frühen Studienphasen führte das Medikament bei fast der Hälfte der Patienten zu einer Tumordividierung, wenn es als Erstbehandlung eingesetzt wurde. In einer größeren Spätphasenstudie konnte die Pille das Gesamtüberleben im Vergleich zur herkömmlichen Chemotherapie sogar nahezu verdoppeln.
Eileen O’Reilly vom „Memorial Sloan Kettering Cancer Center“ in New York ordnet den Fortschritt ein: „Dies ist ein entscheidender Moment im Kampf gegen diese Krankheit, daran besteht kein Zweifel“.
Auch Andrew Coveler vom „Fred Hutch Cancer Center“ in Seattle sieht eine Zäsur: „In den nächsten 15 Jahren dürfte dies die erste wirklich große oder zumindest die erste absehbare Veränderung in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sein“.
In den nächsten 15 Jahren dürfte dies die erste wirklich große Veränderung in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sein.
Auch Andrew Coveler vom „Fred Hutch Cancer Center“ in Seattle
RevMed-CEO Mark Goldsmith betonte zudem das strategische Ziel: „Wir haben derzeit eine enorme Dynamik auf dem Weg zu unserem Ziel, die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit RAS-Mutationen grundlegend zu verändern.“
Auch Impfung soll neue Hoffnung geben
mRNA-Impfung macht Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Einen völlig anderen Weg schlagen derweil die Unternehmen BioNTech und die Roche-Tochter Genentech mit einem personalisierten mRNA-Impfstoff ein, so das „Wall Street Journal“ weiter. Dieser werde individuell für jeden Patienten gefertigt, indem das Tumorgewebe analysiert und die spezifischen Mutationen in den Impfstoff kodiert werden.
Das sind Risikofaktoren für Bauchspeicheldrüsenkrebs:
Die Ergebnisse seien außergewöhnlich: Patienten, die auf die Impfung ansprachen, überlebten bisher sechs Jahre – eine für diese Krebsart ungewöhnlich lange Zeitspanne. Der Impfstoff trainiert das Immunsystem darauf, verbleibende Krebszellen gezielt zu vernichten.

Studienleiter Vinod Balachandran betont die Tragweite dieses Erfolgs: „Wenn uns das hier gelingt, ist es vielleicht auch bei vielen anderen Krebsarten möglich.“ Obwohl es sich um frühe Daten handelt, unterstreichen beide Ansätze eine neue Dynamik in der Krebsforschung, die die Überlebenschancen von Patienten grundlegend verändern könnte.
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