13.04.2020 19:39 |

Corona-Chronologie

So machte sich das Covid19-Virus in Salzburg breit

Ende Februar wurden die ersten Salzburger positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Bis heute forderte das Virus mehr als 20 Tote im Bundesland. Das sind die Daten und Fakten zu Covid-19 in Salzburg im Überblick.

29. Februar

  • Erstes positives Testergebnis in Salzburg auf SARS-CoV-2 von 36-jähriger Wienerin. Sie war in Turin (Risikogebiet), dann zu Hause in Wien und fuhr nach Fusch an der Glocknerstraße (Pinzgau) zu ihrem Lebensgefährten. Sie steckte in weiterer Folge ihren Lebensgefährten an, beide waren in häuslicher Quarantäne. Der Fall rund um die Infektionspatientin ist Gesprächsthema in der kleinen Gemeinde am Fuße des Großglockners. Doch in Panik will man dort nicht verfallen - zeigte ein “Krone“-Lokalaugenschein.

2. März

4. März

  • Einige der ersten Salzburger Coronafälle kommen aus Skigebieten. In Obertauern wurde eine Kölnerin positiv getestet. Zwölf Mitarbeiter stehen unter Quarantäne. Die Ski-Urlauberin wurde nur einen Tag später mti einem Rot-Kreuz-Wagen 800 Kilometer in ihre Heimat zurück gefahren. Laut Rotem Kreuz nach Auftrag vom Land, laut Land auf eigenen Wunsch, berichten die Salzburger Nachrichten. „Wenn es medizinisch und rechtlich möglich ist, bemüht sich das Land Salzburg, solche Wünsche zu erfüllen“, sagte eine Sprecherin. Eine behördliche Anordnung habe es nicht gegeben.

5. März

  • Salzburg meldet vierten bekannten Corona-Fall im Bundesland - der Betroffene ist ein britischer Skiurlauber (61) in Saalbach-Hinterglemm. Er und neun seiner Kameraden wurden unter Quarantäne gestellt. “Nachdem die Mitglieder der britischen Reisegruppe im Hotel zumeist unter sich blieben und in einem separaten Raum ihre Mahlzeiten eingenommen haben, sind diese nie länger als ein paar Minuten in direktem Kontakt mit anderen Personen gewesen", erläuterte Bezirkshauptmann Bernhard Gratz laut Salzburg24. Die Quarantäne für die übrigen Gäste des Hotels, den Besitzer sowie das Personal sei daher nicht notwendig.
  • In Saalbach-Hinterglemm wurde zudem eine britische Reisegruppe unter Quarantäne gestellt. Zwei Briten, 44 und 49 Jahre, waren infiziert und wurden ins Uniklinikum Salzburg gebracht.

6. März

  • Salzburgs fünfter Coronafall ist bestätigt: Es ist ein 37-jähriger Frankfurter, der seine Verwandten in St. Gilgen besucht hatte. Er befindet sich in häuslicher Quarantäne. Mit dem Fall des Frankfurter Fußball-Fans vom 2. März hat dieser nichts zu tun.

7. März

  • Ein Finnischer Tennistrainer, der mit 20 Personen in Saalbach gewesen ist, wurde positiv getestet als er wieder in seiner Heimat war. Auch zwei weitere Mitglieder seiner Skigruppe sind am Coronavirus erkrankt.

10. März

  • Nicht akute Operationen im Krankenhäusern werden verschoben, das Uniklinikum bereitete sich auf Corona vor: Ärzte im Ruhestand sollen aushelfen.
  • Die Regierung beschließt: Alle Outdoor-Veranstaltungen über 500 Personen werden ab sofort abgesagt, Indoor-Veranstaltungen über 100 Personen ebenso.
  • In Ischgl werden die Après-Ski-Bars nach Corona-Infizierungen geschlossen.
  • Bundeskanzler Sebastian Kurz appelliert beim Einschränken der sozialen Kontakte an die Eigenverantwortung.
  • Landeshauptmann Wilfried Haslauer begrüßte Interviewpartner der Salzburger Nachrichten noch mit Händedruck und sieht keine Notwendigkeit, Veranstaltungen abzusagen. 
  • Es gibt neun Coronafälle im Bundesland Salzburg.

11. März

13. März

  • Das Außenministerium rät von Reisen ab.

14. März

  • Der Schulskikurs einer Linzer HTL brachte 16 infizierten Schülern und eine infizierten Lehrerin hervor. Bis 14. März waren sie in Bad Gastein. „Es ist nicht erwiesen, dass sich die Schüler in Bad Gastein angesteckt haben“, betont Bürgermeister Gerhard Steinbauer.

15. März

  • In Salzburg konnte noch bis zum Ende der Skisaison gefeiert werden - fünf Tage länger wie in Ischgl. In einem Saalbacher Pub wurde noch zum „Restl saufn“ eingeladen, wie „Der Standard“ berichtet. Auch eine Alm in Wagrain lockte am abschließenden Sonntag die Gäste noch mit Freibier ab 14 Uhr.
  • Salzburg beendet mit diesem Tag die Skisaison.
  • Veranstaltungen sind künftig laut Regierung gänzlich verboten. Es sollen sich nicht mehr als fünf Menschen treffen.

16. März

  • Restaurants und Bars sind nur mehr bis 15 Uhr geöffnet, Geschäfte bleiben geschlossen. Ausnahmen: Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerie, Post.
  • Keine Lehrveranstaltungen an Unis und Fachhochschulen, Unterricht in Oberstufen wird eingestellt.

17. März

18. März

  • Alle Schulen schließen, kein Unterricht mehr, aber Betreuung in Schulen ist noch für sechs bis 14-Jährige möglich, wenn sie nicht zu Hause betreut werden können. Diese Maßnahmen gelten auch für Kindergartenkinder. 
  • Für alle ab 14 Jahren wird der Unterricht online fortgesetzt, berichtet der ORF.
  • Das Flüchtlingsquartier in Bergheim ist unter Quarantäne. „Ein Bewohner war positiv auf Covid-19 getestet worden“, so die Salzburger Landeskorrespondenz. Es handelt sich um einen 35-jährigen Iraker, der seit 20. Jänner in Österreich ist. 162 Personen dürfen das Quartier nicht verlassen.
  • Im gesamten Bundesland gibt es 104 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.
  • Der Flachauer Bürgermeister Thomas Oberreiter bittet Gäste der Gemeinde um freiwillige Quarantäne. Laut ihm gab es jedoch zum Saisonausklang keine Aprés Ski Parties mehr - es waren höchstens 100 Gäste im Lokal. „Es wurde genau darauf geschaut, dass in keinem Lokal mehr als 100 Leute drinnen sind.“

19. März

20. März

  • Aufbau eines Lazaretts im Messezentrum für Intensivpatienten. In der Landesklinik St. Veit sowie in Mittersill und Internaten sowie Schulen stehen insgesamt 440 Betten für Patienten bereit. Intensivpatienten werden in der Covid-Klinik der SALK oder in Schwarzach betreut. Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Bei den Betten sind wir gut aufgestellt.“
  • Im Bundesland Salzburg gibt es zwei Intensivpatienten. Die Zahl der Infizierten ist von 129 auf 171 gestiegen.

22. März

23. März

  • Erste Miliz-Teilmobilmachung der Geschichte läuft an, bis zum 10. April wissen Betroffene Bescheid.
  • Es gibt zwei bestätigte Coronafälle beim Bundesheer in Salzburg.

24. März

25. März

  • Salzburgs erster Corona-Todesfall: Ein 84-jähriger Mann aus Obertrum. Laut Primar Richard Greil war der Patient bereits schwer krank und lang im Sterben, als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er hatte einige Vorerkrankungen wie etwa Diabetes.
  • 14.500 Mitarbeiter in 510 Salzburger Betrieben sind in Kurzarbeit. Davon betroffen: rund 300 Kleinstunternehmen mit fünf oder weniger Angestellten.

26. März

  • Salzburg möchte mehr Tests für Schlüsselpersonal. Seit 28. Februar führte das Rote Kreuz 4.470 Testabstriche durch.
  • Der Pongau ist am stärksten von Corona betroffen: Er verzeichnet 212 Erkrankte, das ist die höchste Anzahl an infizierten pro Bezirk im Land Salzburg. 
  • Zwei positive Covid-19 Fälle gibt es im Klinikum Schwarzach, drei im Krankenhaus St. Veit. Die Erkrankten wurden in das Covid-Haus des Uniklinikums Salzburg überstellt. 
  • Im Seniorenwohnheim Altenmarkt wurde eine Mitarbeiterin positiv getestet, ebenso eine Person in der Apotheke in Schwarzach.
  • Ein Viertel aller Infektionsfälle betrifft Klinikpersonal im Land Salzburg: 500 Spitalsmitarbeiter sind in Quarantäne.

27. März

  • Im Klinikum Schwarzach wurde eine Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendspitals positiv auf Covid-19 getestet. Auch  im Krankenhaus Hallein hat sich ein Patient infiziert. 
  • Die Geburtshilfe im Krankenhaus Hallein ist weiterhin aufnahmebereit, die Ambulanzen sind geschlossen.

29. März

  • Sechs Todesfälle gibt es mittlerweile im Bundesland insgesamt. Zwei Frauen (87) und (70) sowie ein Mann (85) starben am Wochenende im Uniklinikum an Covid-19.

30. März

  • Salzburg verzeichnet 900 Infizierte und acht Tote.

31. März

  • Altenmarkt im Pongau, Zell am See und Saalbach stehen unter Quarantäne. Das sind allesamt Regionen mit stark ausgeprägtem Wintertourismus. Die Sperren gelten bis Ostermontag. Haslauer: „Steigerung der Neuerkrankungen dieser Gemeinden lag signifikant über der Erkrankungssteigerung anderer Gemeinden.“
  • Nur mehr Personen mit Hauptwohnsitz dürfen in Quarantänegebiete fahren.

1. April

  • Berufsverkehr in Flachau wird verboten. Nur für „Schlüsselpersonen“, wie den Lagermax-Standortleiter in Radstadt gilt die neue Regelung nicht. Es gelten deshalb schärfere Maßnahmen für die Pongauer Gemeinde Flachau, weil sie mit 60 Ansteckungsfällen besonders stark vom Coronavirus betroffen ist.

2. April

  • 130 Menschen sind genesen, 1.012 positive Corona-Fälle gibt es in Salzburg.

3. April 

  • Ärzte fordern Maskenpflicht in Ordinationen. “Wir fordern, dass der Bund, die Länder und die Sozialversicherungen keinesfalls auf schlechtere Hygienestandards in den Spitälern und Ordinationen bestehen, als im Lebensmittelhandel“, so Karl Forstner, Präsident der Ärztekammer.
  • Am Wochenende ist die Gaisbergstraße für den motorisierten Individualverkehr gesperrt, ansonsten keine Straßensperren in Salzburg. „Weil es bei Schönwetter immer wieder zu Menschenansammlungen und chaotischen Verkehrssituationen auf dem Gaisberg kommt, ziehen wir die Notbremse“, so Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Auf den Gaisberg zu radeln ist aber erlaubt.

4. April

  • Alle Stationen in Krankenhäusern in Salzburg sind in Betrieb, wieder weniger Spitalsmitarbeiter befinden sich in Quarantäne.

6. April

  • Aktuell gibt es 16 Corona-Todesfälle im Bundesland.
  • In Salzburg ist die Steigerungsrate bei den Neuinfektionen gesunken. Mediziner fürchten aber zweite Krankheitswelle aus Pflege-, Alten- und Behindertenheimen mit schweren Verläufen, so der Leiter des medizinischen Krisenstabes des Landes, Richard Greil. Zuletzt waren in sieben Senioreneinrichtungen im Land Salzburg 47 Bewohnern und Mitarbeitern nachweislich infiziert.
  • Die Salzburger Pfingstfestspiele werden abgesagt. Sie hätten von 29. Mai bis 1. Juni stattgefunden.
  • Es herrscht Maskenpflicht im Supermarkt und in Drogeriemärkten. Geschäfte, deren Kundenbereich kleiner als 400 Quadratmeter ist, sind davon allerdings ausgenommen, besagt ein Erlass des Gesundheitsministeriums. Ein Meter Abstand muss hier dennoch eingehalten werden.

7. April

  • Es wird bekannt gegeben: Stadt Salzburg will die Maßnahmen schrittweise lockern. Am 14. April öffnen Parks und Hundewiesen. Dort ist ein Mundschutz nicht verpflichtend. „Wir appellieren an die Vernunft der Leute“, so Bürgermeister Preuner. 
  • Auch kleine Wochenmärkte dürfen ab 14. April wieder stattfinden. Die Salzburger Schranne muss allerdings noch warten.
  • Bau- und Gartenmärkte sowie der städtische Recyclinghof (für Private) öffnen ebenfalls nach Ostern.
  • Leiter des Krisenstabs, Michael Haybäck, warnt auch vor einer möglichen zweiten Erkrankungswelle: “Solange es keine medizinischen Antworten auf Infektionen mit SARS-CoV-2 in Form von Impfungen oder Medikamenten gibt, sind jederzeit drastische Maßnahmen möglich.“

  • In Salzburg gibt es mittlerweile 17 Coronatote.
  • Keine Events bis Ende Juni: Sowohl Festivals, wie etwa das Electric Love, als auch Sportevents sind bis Ende Juni abgesagt. Ebenso fallen die Salzburger Altstadtfeste der Corona-Pandemie zum Opfer.
  • Die Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April verlängert.
  • Mund- und Nasenschutz ist ab 13. April auch in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend.
  • Ab 1. Mai ist das Ziel, dass alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure unter besonderen Schutzvorkehrungen wieder öffnen könne. Die endgültige Entscheidung wird Ende April getroffen.
  • Schulbetrieb findet bis Mitte Mai als „Home-Schooling“ statt. Maturanten sollen unter strengen Auflagen ab Anfang Mai in die Schule zurückkehren. Am Maturatermin (19. Mai) wird vorerst festgehalten. Im Corona-Jahr wird jedoch die mündliche Prüfung ausfallen, wer möchte, kann aber freiwillig antreten, berichtet der Standard.

8. April

  • 1.137 Personen in Salzburg wurden positiv auf Covid-19 getestet. 321 sind genesen, 20 verstorben.
  • Insgesamt wurden 10.605 Tests durchgeführt.
  • Ein Arzt des Covid-Hauses in Salzburg ist mit dem Coronavirus infiziert. Auch zwei Pflegekräfte wurden positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getestet. Die drei Erkrankten haben nur leichte Symptome und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Betrieb des Covid-Hauses bleibt aufrecht. 
  • Auch in Salzburger Seniorenhäusern breitet sich das Virus aus. Neun Einrichtungen meldeten insgesamt 32 Corona-Fälle von Bewohnern und 23 bei Mitarbeitern. Zwei davon sind bereits wieder gesund. Betroffen sind Seniorenwohnhäuser in Altenmarkt, Mittersill, Uttendorf, Saalfelden, Unteres Saalachtal, Großarl, Maishofen, Hallwang und Thalgau.

9. April

  • Jägerbataillon Salzburg (Milizsoldaten) wird ab 4. Mai für den Covid-19-Einsatz geschult. Der Einsatz beginnt ab 18. Mai.
  • Im Land Salzburg gibt es 21 Covid-19-Todesfälle. 1.148 Personen wurden positiv getestet, 432 sind inzwischen wieder genesen.
  • Die Gaisbergstraße wird am Osterwochenende wieder für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Zu Fuß oder Mit dem Rad gibt es aber die Möglichkeit, auf den Berg zu gelangen.
  • Spielplätze bleiben doch noch bis 30. April gesperrt.

13. April

  • Gemeinden im Großarl- und Gasteinertal sowie Flachau, Zell am See und Saalbach-Hinterglemm sind ab Mitternacht nicht mehr unter Quarantäne.
  • Quarantäne für Altenmarkt gilt vorerst bis Mittwoch.
Karina Langwieder
Karina Langwieder
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