18.03.2020 14:39 |

Ab Mitternacht

Gasteinertal, Großarltal und Flachau abgeriegelt

Im Bundesland Salzburg werden wegen des Coronavirus zwei ganze Täler und die Gemeinde Flachau unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind insgesamt sechs Gemeinden: Neben - wie bereits bekannt - Flachau sind es das Gasteinertal mit den Gemeinden Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein sowie das Großarltal mit den Kommunen Großarl und Hüttschlag. Das teilte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Mittwochnachmittag in einem Livestream des Landes mit.

Das Land Salzburg verschärft die Corona-Maßnahmen: Ab Mitternacht werden gleich sechs Gemeinden unter Quarantäne gestellt. Dazu zählen Flachau, Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein, Großarl und Hüttschlag. Der Grund dafür ist die rasch steigende Zahl der Infizierten. Am Dienstag wurde bekannt, dass ein Apotheker in Bad Hofgastein mit dem Coronavirus infiziert ist. Auch vier Mitarbeiter wurden positiv getestet. In Flachau gibt es bereits drei bestätigte Fälle. Einige Testergebnisse sind noch ausständig, die Gesundheitsbehörden rechnen aber damit, dass noch weitere positive Fälle gemeldet werden. Derzeit gibt es im ganzen Bundesland 90 Fälle, rund 280 Testergebnisse stehen noch aus.

„Ab Mitternacht werden die Zu- und Abfahrten in die jeweiligen Ortschaften streng kontrolliert und nur noch für Lebensmitteltransporte, wichtige Infrastruktur und Arbeitskräfte in Schlüsselpositionen passierbar sein“, kündigte Landeshauptmann Haslauer am Mittwochnachmittag an. Die Maßnahme habe man in enger Absprache mit den Bürgermeistern, der Bezirkshauptmannschaft und der Gesundheitsbehörde getroffen. In den Orten gelten die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen. Bis 31.3. sollen die Gemeinden abgeriegelt werden. Die Versorgung seit jedenfalls sichergestellt.

„Ich möchte mir einfach keinen Vorwurf machen müssen“
Bereits Mittwochfrüh hatte der Bürgermeister von Flachau, Thomas Oberreiter, die geplante Quarantäne auf der Gemeinde-Homepage bekannt gegeben. „Wir haben bereits drei Infizierte im Ort. Die Zahl könnte noch steigen. Ich möchte mir einfach keinen Vorwurf machen müssen, zu spät reagiert zu haben, wie es in Tirol passiert ist. Wir sind als Tourismusort besonders gefährdet, deshalb schatten wir den Ort ab, um die Verbreitung so gut es geht einzudämmen“, berichtet der Ortschef der „Krone“.

Auch mehrere Touristen seien nach der Abreise positiv auf das Virus getestet wurden. Vorsichtshalber wurden deshalb alle Gäste, die die vergangenen zwei Wochen in Flachau waren, informiert.

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