25.08.2020 13:41 |

Geheimtest der Systeme

Countdown für Ampel: Generalprobe am Donnerstag

Die Corona-Ampel soll schon demnächst unseren Alltag maßgeblich mitbestimmen und die regionalen Fahrpläne im Kampf gegen die Pandemie regeln. Nicht einmal zwei Wochen vor dem geplanten Starttermin ist freilich weitgehend unklar, wie das im Detail vonstattengehen soll. An diesem Donnerstag findet - nicht öffentlich - die „Generalprobe“ für das mit den Farben Grün (niedriges Risiko), Gelb (mittleres), Orange (hohes) und Rot (sehr hohes Risiko) operierende System statt, hieß es am Dienstag aus dem Gesundheitsministerium.

In Vollbetrieb - und dann über eine Website auch für die Öffentlichkeit einsehbar - geht die Corona-Ampel wie angekündigt am 4. September, dem Freitag vor Schulbeginn in Ostösterreich. Für die Beurteilung der Coronavirus-Lage in den Regionen werden mehrere Indikatoren herangezogen: die siebentägige Entwicklung der Fallzahlen, die Kapazitäten in Spitälern, ob man die Infektionen erklären kann (Clusteranalysen) und wie hoch die Anzahl der Tests sowie der Anteil der positiven Ergebnisse daran ist.

Grafik: Das passiert in den Schulen, wenn die Ampel umspringt

Die Anzahl positiver Fälle für sich allein ist demnach nicht ausschlaggebend dafür, dass sich die Ampel auf Rot schaltet. Einschätzungen anhand aktueller Fallzahlen, wonach einzelne Regionen oder Bezirke derzeit auf Rot stehen würden, könne man nicht bestätigen, da die erste Schaltung ja erst kommt, wurde im Gesundheitsressort auf APA-Anfrage betont.

„Generalprobe“ soll Abläufe testen
Bei der nicht öffentlichen „Generalprobe“ gehe es darum, zu prüfen, wie die Abläufe funktionieren. Ampelfarben sollen da noch nicht kommuniziert werden. Die Corona-Kommission (Vertreter von Krisenstab, Kanzleramt und Gesundheitsministerium, Virologen und Public-Health-Experten sowie Vertreter der Länder) soll auch fortan einmal wöchentlich - voraussichtlich immer donnerstags - tagen und dann ihre Empfehlungen abgeben.

Grafik: Die aktuellen Corona-Zahlen vom Dienstag

Der 4. September bringt mit der ersten offiziellen Ampelschaltung dann auch die ersten Empfehlungen. „Die jeweiligen Ampelfarben und die jeweiligen Maßnahmen werden auf einer Website veröffentlicht und werden somit für die Bevölkerung gut nachvollziehbar sein“, betonte der Sprecher von Minister Rudolf Anschober (Grüne).

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