07.04.2020 11:41 |

Genug gehamstert

Wie wir weniger Lebensmittel verschwenden

Private Haushalte sind für nicht weniger als 50 Prozent der vermeidbaren Lebensmittelverschwendung verantwortlich - gute Planung, Lagerung und Resteverwertung können dagegen helfen.

Lebensmittel möglichst effizient zu verwenden, spart nicht nur Geld und Ressourcen, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Etwa 20 Prozent des persönlichen CO2-Fußabdrucks werden in Österreich durch den Lebensmittelkonsum verursacht.

Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie haben viele Menschen vorgesorgt und größere Mengen an Lebensmitteln eingekauft, die jetzt die Vorrats- und Kühlschränke füllen. Um auch in dieser besonderen Situation unnötige Lebensmittelabfälle zu vermeiden, hat die Umweltschutzorganisation WWF Österreich fünf einfache Tipps parat.

1. Überblick bewahren, Kühlschrank checken
Es zahlt sich aus, ab und zu darauf zu schauen, was im Kühlschrank noch da ist und womit der Gefrierschrank gefüllt ist. Zusätzlich zu einem Einkaufszettel kann man sich auch einen Verbrauchszettel an den Kühlschrank heften: angebrochene und alte Sachen zuerst verwenden, bevor neue gekauft werden. 

2. Richtig lagern
Werden Lebensmittel entsprechend der Verpackungsempfehlungen und am richtigen Ort im Kühlschrank aufbewahrt, erhöht dies Haltbarkeit und Frische. Als Grundregel gilt: neue Einkäufe immer hinten verstauen, Essensreste luftdicht verpacken und sich darüber informieren, welche Nahrungsmittel am besten wie und wo gelagert werden. Manche Gemüse- und Obstsorten (z.B. Äpfel) produzieren etwa Gase, die andere Lebensmittel schneller verderben lassen. 

3. Haltbar machen
Zu viele Äpfel oder Brot gekauft? Ab damit ins Gefrierfach oder den Kochtopf. Fast alle Lebensmittel können eingefroren werden, Gemüse lässt sich zu Saucen verkochen und Obst zu Kompott verarbeiten.

4. Mindesthaltbarkeitsdatum richtig interpretieren
Schmeckt noch? Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) besagt, dass ein Produkt mindestens bis zum angegebenen Zeitpunkt haltbar ist. Mindestens. Danach hilft der 3-Sinne-Check: einfach mal genau ansehen, daran riechen oder kosten - unsere Sinne sind sehr gut ausgebildet und erkennen Unstimmigkeiten meist sofort. 

5. Kreativ verwerten
Essensreste oder angebrochene Lebensmittel lassen sich oft in neue Kreationen verwandeln. Überreife Früchte werden zu Smoothies und altes Brot zu Suppeneinlage oder Knödeln verwandelt.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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