Piraterieverdacht

Openload offline: Nächster Filehoster gesprengt!

Digital
04.11.2019 10:29

Nachdem deutsche Ermittler erst kürzlich den Filehoster Share-Online.biz wegen des Verdachts auf groß angelegte Urheberrechtsverletzungen offline genommen haben, hat es nun den nächsten Dienst erwischt. Auf Bestreben einer Anti-Piraterie-Organisation wurde die kostenlose Streaming-Seite Openload, die auch von Film- und Serienpiraten genutzt wurde, offline genommen.

Das berichtet das auf Filesharing-Themen spezialisierte Nachrichtenportal „TorrentFreak“. Dem Bericht nach sollen die Betreiber ihren Dienst auf Druck der Copyright-Industrie abgeschaltet haben, die verwendeten Domains habe man der Anti-Piraterie-Gesellschaft Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) übergeben. Laut ACE müssen die Openload-Betreiber eine größere Summe Schadensersatz bezahlen.

Die Streaming-Seite, auf der jedermann Videomaterial hochladen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen konnte, wurde von Film- und Serienpiraten intensiv zur Verbreitung illegaler Kopien genutzt. Openload verzeichnete rund 65 Millionen Besuche pro Monat und soll zuletzt mehr Datenverkehr erzeugt haben als legale Mitbewerber wie die US-Dienste HBO Go oder Hulu.

(Bild: APA/dpa/Daniel Reinhardt)

Openload hatte über 1000 Server
ACE in einer Presseaussendung: „Openload allein hatte mehr als 1000 Server in Rumänien, Frankreich und Deutschland und erzeugte mehr Traffic als viele führende Anbieter legaler Inhalte.“ Neben Openload selbst wurde auch Streamandgo abgeschaltet, eine ähnliche Seite, die offenbar den gleichen Betreibern gehörte. Mit StreamCherry ist noch eine dritte vergleichbare Seite mit Verweis auf die ACE nicht mehr erreichbar - durchaus denkbar, dass auch die zu Openload gehörte.

Die Aktion gegen Openload ist der jüngste Erfolg der Copyright-Industrie im Kampf gegen sogenannte One-Click-Hoster, bei denen Nutzer - oft anonym - Dateien parken und zum Download oder, bei Videos, direkt zum Streamen bereitstellen können. Obwohl solche Dienste per se nicht illegal sind und beispielsweise auch verwendet werden können, um Heimvideos zu verteilen, stehen sie im Verruf, ein Hotspot für Film- und Serienpiraterie zu sein.

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