In dem vom Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Montag veröffentlichten Brief fordert Aigner Facebook auf, persönliche Daten von Nutzern nicht ohne deren Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weiterzuleiten.
"Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden", schrieb die Ministerin, die laut eigenen Angaben in mehreren sozialen Netzwerken aktiv ist.
"Krake, die sich alles von Nutzern holt"
Auch der deutsche Chaos Computer Club (CCC) warnte vor Datenschutzlecks in Facebook. "Wenn man erstmal drin ist, ist es eine Krake, die sich alles von den Nutzern holt", sagte Sprecher Frank Rosengart. Der Zweck der sozialen Netzwerke sei es letztlich, Geschäfte zu machen.
Die Politik hat nach Ansicht des CCC kaum eine Handhabe. "Die Facebook-Nutzer haben mit dem amerikanischen Unternehmen eine Nutzungsvereinbarung", sagte Rosengart. Damit unterliege das Netzwerk nicht deutschem Recht.
Facebook übernimmt Foto-Plattform
Dessen ungeachtet hat das aktuell rund 400 Millionen Mitglieder zählende Netzwerk am Wochenende die Übernahme des Startups Divvyshot bekannt gegeben. Das ein Jahr alte Unternehmen mit Sitz in San Francisco hat einen Dienst entwickelt, der es mehreren Nutzern ermöglicht, ihre Fotos einem Online-Fotoalbum hinzuzufügen. Derzeit werden monatlich über drei Milliarden Fotos auf Facebook hochgeladen.
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