So, 19. Mai 2019
04.05.2019 06:08

Kurzsichtig?

Scharf sehen ohne Laserhitze

Neue Methode für die Korrektur von Sehschwäche: Hornhautgewebe wird nicht verdampft, sondern mit Luftbläschen abgelöst.

Ob Jung oder Alt - die Zahl Kurzsichtiger nimmt zu. Nicht zuletzt tragen moderne Medien dazu bei, wenn die Augen ständig auf Nähe einstellen müssen. Wer weder Brillen noch Kontaktlinsen tragen möchte, kann Fehlsichtigkeit und Astigmatismus durch einen kurzen ambulanten Eingriff mit Hilfe von Lasertechnik korrigieren lassen. Eine besondere Form davon kommt ohne Hitze aus. Wie das vor sich geht, erklärt Univ.-Prof. Dr. Siegfried Priglinger vom Smile Eyes Laserzentrum Linz: „Im Gegensatz zu anderen Laserbehandlungen wird ein Teil des Hornhautgewebes nicht mehr mittels Hitze verdampft, sondern mit Luftbläschen vorsichtig gelöst. Danach entfernt es der Chirurg durch einen winzigen, präzisen Schnitt mit einem speziellen Femtosekundenlaser.“ Das schont die restliche Hornhaut, den schmerzempfindlichsten Körperteil.

„Wie aktuelle Untersuchungen gezeigt haben, bleibt ihre natürliche Struktur besser erhalten, und postoperative Schmerzen oder Empfindungsstörungen werden minimiert“, ergänzt Priv.-Dozent Dr. Martin Dirisamer. „Da weniger Nervenfasern geschädigt werden, treten trockene Augen in den ersten Wochen nach dem Eingriff seltener auf. Das Risiko für Entzündungen ist gering, weil wir mit einem Schnitt von 3 bis 4 Millimetern auskommen.“ Für Personen zwischen 20 und 55 Jahren mit -1 bis -8 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit oder bis zu 5 bei Astigmatismus eignet sich die Methode. Allerdings gibt es individuelle Einschränkungen, etwa eine zu dünne Hornhaut. Wichtig ist in jedem Fall eine gründliche Voruntersuchung. Weitere Informationen: www.dirisamer-priglinger.at

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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