25.04.2019 13:46 |

Causa „Sensorvault“

GPS-Daten für Behörden: Google beschwichtigt!

Google hat sich angesichts der Medienberichte, wonach genaue Ortsangaben von Hunderten von Millionen Mobilfunkgeräten gesammelt würden, verteidigt. „Die betroffenen Daten werden für den Standortverlauf verwendet, der standardmäßig deaktiviert ist“, erklärte ein Google-Sprecher am Donnerstag.

Wenn sich ein User für die Aktivierung entscheidet, könne ihm Google „hilfreiche Informationen bereitstellen, z. B. Echtzeitdaten, um dem dichten Berufs-Verkehr auf dem Heimweg von der Arbeit auszuweichen“, erklärte der Sprecher weiter. Die User könnten ihre Standort-Verlaufsdaten jederzeit löschen oder das Produkt vollständig ausschalten.

Politiker forderten Auskunft über Ortungsdaten
Führende US-Parlamentarier von Republikanern und Demokraten hatten von Google Auskunft über die Datenbank gefordert. In einem Schreiben an den Internetkonzern verlangten die Spitzenvertreter des Energie- und Handelsausschusses des Repräsentantenhauses Antworten auf ihre Fragen sowie eine Unterrichtung in dieser Sache bis zum 10. Mai.

Auslöser war ein Bericht der „New York Times“, wonach die Datenbank „Sensorvault“ fast jeden Nutzer eines Handys mit Android-Software aufführt. In manchen Fällen reichten die gespeicherten Informationen bis ins Jahr 2009 zurück. Die Parlamentarier wollen wissen, wie diese Daten genutzt und an wen sie weitergereicht werden.

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