18.02.2019 11:59 |

Ausbau von 5G-Netz

Huawei: Risiken für Großbritannien kontrollierbar

Großbritanniens Regierung hält die Risiken eines Einsatzes von Huawei-Ausrüstung in 5G-Netzen offenbar für kontrollierbar. Mit der Angelegenheit vertrauten Personen des nationalen Cybersicherheitszentrums NCSC zufolge könnte diese Schlussfolgerung „starkes Gewicht“ bei anderen europäischen Ländern haben und ihnen gegebenenfalls als Vorlage dienen.

Das berichtete die „Financial Times“ am Montag. Details wurden nicht genannt. Sollte sich Großbritannien in der Huawei-Frage jedoch tatsächlich gegen die USA stellen, wäre dies in jedem Fall ungewöhnlich, gehört das Vereinigte Königreich zusammen mit den USA, Kanada, Australien und Neuseeland dem Sicherheitsbündnis „Five Eyes“ an, in dessen Rahmen geheimdienstliche Informationen geteilt werden.

US-Geheimdienste werfen Huawei und dem kleineren chinesischen Wettbewerber ZTE vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen. Sie vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten für Spione eine Hintertür öffnen, um an Staats- und Firmengeheimnisse zu gelangen oder kritische Infrastruktur lahmzulegen. Huawei weist dies vehement zurück. Beweise gibt es bisher nicht.

Inzwischen haben allerdings mehrere Industriestaaten erklärt, den Einsatz von Huawei-Technik in ihren Märkten einzuschränken. Das Verkehrsministerium in Wien hat vor kurzem davor gewarnt, dass ein Ausschluss Huaweis vom Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes zum Innovationshemmnis werden könnte.

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