In Marseille kracht es gewaltig! Nach der 0:2-Pleite gegen Lorient platzt Sportdirektor Medhi Benatia der Kragen. Der Ex-Bayern-Profi zerlegt sein Team öffentlich in einer sechsminütigen Wutrede.
Nach der Niederlage trat Benatia vor die Presse – und fand klare Worte: „Wenn ich mir das Spiel so ansehe, das wir da abgeliefert haben, muss ich, auch wenn ich eigentlich keine Lust habe zu reden, vor die Presse treten, denn das ist ein Skandal. Das ist ein Skandal.“
Und weiter: „Du spielst gegen Lorient, die nichts mehr zu verlieren haben, und gewinnst keinen Zweikampf, hast keinen Vorstoß nach vorne, bist nicht engagiert, versuchst nichts und schaust ihnen zu.“
Krise verschärft sich
Durch die Pleite rutschte Olympique Marseille auf Rang sechs ab. Das große Ziel Champions League ist aktuell drei Plätze entfernt, denn die Mannschaft hat zuletzt drei von vier Spielen verloren.
Schon im Februar hatte es intern gekracht, Benatia bot sogar seinen Rücktritt an, blieb aber auf Wunsch des Klubs bis Saisonende.
„Man akzeptiert das einfach?“
Besonders ärgerte den 39-Jährigen die Einstellung seiner Spieler nach dem Spiel: „Wie viele Spieler sind in die Kabine gekommen und haben den Tisch umgeworfen? Keiner, niemand.“
Und weiter: „Alles ist blitzblank, die Flaschen stehen an ihrem Platz, alles. Also, man spielt für Olympique Marseille, macht so ein Spiel und akzeptiert das einfach?“
Die Konsequenzen folgen prompt: Die Spieler sollen in den nächsten vier Wochen nichts planen. Benatia fordert volle Konzentration: Mehr Einsatz, mehr Laufbereitschaft und mehr Bewusstsein für das „Privileg“, für OM zu spielen.
Kritik vom Trainer an Benatia: „Das ist peinlich“
Doch damit nicht genug: Jetzt schießt sogar der Trainer gegen Benatia! „Das ist peinlich, von einem erfahrenen ehemaligen Spieler. Es ist leicht, auf die Spieler einzuhacken“, reagierte Coach Pascal Dupraz bei „RMC“.
Fest steht: In Marseille herrscht dicke Luft und ein Ende der Krise ist noch lange nicht in Sicht.
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