In den Tempo 30-Zonen wurden Geschwindigkeiten von bis zu 68 km/h gemessen, in Ortsgebieten mit 50 km/h-Tempobeschränkung lag der Höchstwert bei 90 km/h.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit in den Tempo 30-Zonen beträgt 35 km/h. „Vor allem im Ortsgebiet, wo sich viele ungeschützte Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Radfahrer und Kinder bewegen, sind auffallend viele Pkws zu schnell unterwegs“, erklärt Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter der Landesstelle Wien im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).
17 Prozent zu schnell auf Autobahnen
Auf der Autobahn fährt zwar noch immer jeder sechste Pkw (17%) schneller als 130 km/h, doch hier hat sich das Verhalten der Pkw-Lenker in den letzten Jahren verbessert. 2001 fuhr noch mehr als jeder Vierte (28 Prozent) zu schnell auf Österreichs Autobahnen, 2008 waren es 19 Prozent.
Unter Lastwagen-Lenkern lässt die Fahrmoral jedoch auch auf der Autobahn zu wünschen übrig. Rund acht von zehn Lkws überschreiten hier die Tempo-80-Limits.
Rasen als Kavaliersdelikt
Umfragen zu Folge werden überhöhte Geschwindigkeiten in Österreich gesellschaftlich kaum geächtet. Nur 16 Prozent ärgern sich sehr über Geschwindigkeitsüberschreitungen. „Viele Lenker betrachten die Geschwindigkeitsregelungen nicht als verbindlich, sondern entscheiden selbständig über ihre Fahrgeschwindigkeit. Sie gefährden somit sich selbst genauso wie andere Verkehrsteilnehmer“, sagt Robatsch.
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