Sa, 17. November 2018

Waymo-Leitfaden

22.10.2018 10:59

So bringt man ein Robo-Auto zum Stehen

Wie stoppt man ein autonomes Auto ohne menschlichen Fahrer? Eine Thematik, mit der sich Einsatzkräfte künftig verstärkt auseinandersetzen müssen. Die Google-Tochterfirma Waymo hat daher nun einen Leitfaden veröffentlicht, der Polizei und Feuerwehr im richtigen Umgang mit den Roboter-Wagen schult.

„Unsere selbstfahrenden Fahrzeuge sind so konzipiert, dass sie mit Strafverfolgungsbehörden und Ersthelfern sicher auf der Straße interagieren“, verspricht Waymo in seinem „Safety Report“. Demnach erkennen Sensoren in den Roboter-Autos herannahende Einsatzfahrzeuge: „Mit unseren Sensoren, einschließlich eines Audio-Erkennungssystems, kann unsere Software einen in der Nähe befindlichen Feuerwehrwagen identifizieren, seine blinkenden Lichter erkennen und Sirenen hören, die sich in einer Entfernung von mehreren Hundert Metern befinden. Unsere Audiosensoren wurden entwickelt, um die Richtung zu erkennen, aus der die Sirenen kommen.“

Überholen und ausbremsen
Sobald ein Einsatzfahrzeug erkannt werde, könne das autonome Auto reagieren, indem es seine Fahrt verlangsame oder vollständig zum Stehen komme. Für den Fall, dass dies wider Erwarten nicht passiert, empfiehlt Waymo in seinem „
Emergency Response Guide and Law Enforcement Interaction Protocol“, das Auto zu überholen und auszubremsen - der integrierte Abstandsmesser sorge dann dafür, dass dieses stoppe.

Einmal angehalten, entriegelt das smarte Auto automatisch die Türen und öffnet das Fahrerfenster, damit Verkehrspolizisten an Zulassungsschein und Versicherungspapiere gelangen, die unter der Sonnenblende verstaut sind. Auch die Telefonnummer zu einer Waymo-Hotline, die rund um die Uhr kostenlos erreichbar ist, findet sich dort.

„Schlagen Sie das Fenster ein“
Und noch ein paar Tipps hält Waymo in seinem Leitfaden parat. Wer etwa ein autonomes Fahrzeug am Wegfahren hindern wolle, solle die Tür öffnen - dies blockiere den Autopiloten. Sei dies nicht möglich, sollte das Fenster eingeschlagen werden. Alternativ kann der Wagen über besagte Hotline aus der Ferne entriegelt werden.

Als allerletzten Ausweg empfiehlt Waymo den Einsatzkräften, die Hauptstromversorgung zu kappen und das Fahrzeug so außer Kraft zu setzen. Eine gelbe Markierung zeigt der Feuerwehr, wo. „Hier durchtrennen“, steht drauf.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Handoperation nötig
Verletzungsschock um Aksel Lund Svindal!
Wintersport
Holländer „stinkig“
Furzte sich Darts-Superstar Anderson zum Sieg?
Sport-Mix
„Der verlorene Sohn“
Goalgetter Modeste kehrt zum 1. FC Köln zurück
Fußball International
Nations-League-Finish
Foda peilt mit Österreich Sieg in Nordirland an!
Fußball International
„Krone“-Leser besorgt
„Ältere Arbeitslose finden keine Jobs mehr“
Österreich
Verstörende Prozession
Bischof in Porsche lässt sich von Kindern ziehen
Video Viral
ÖSV-Asse in Levi stark
Schild von Rang zwölf aufs Podest - Shiffrin siegt
Wintersport
Nach Sieg von Holland
Frust bei Deutschland: Abstieg nach Seuchenjahr
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.