Facebook muss sich nach Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung nun auch in Spanien einer Sammelklage von Nutzern wegen Verletzung ihrer Privatsphäre stellen. Die spanische Verbraucherschutzorganisation OCU kündigte am Mittwoch an, sie werde das soziale Netzwerk auf „mindestens 200 Euro“ Schadenersatz je Nutzer verklagen.
Facebook habe gegen den Datenschutz verstoßen, indem es nicht über die Nutzung von Daten informiert und keine Erlaubnis dazu eingeholt habe. Es gehe nicht nur um die Opfer des Skandals um die britische Firma Cambridge Analytica, sondern um alle 26 Millionen Facebook-Nutzer in Spanien, erklärte die Organisation. OCU agiert nach eigenen Angaben gemeinsam mit anderen Verbraucherschutzorganisationen in Portugal (Deco-Proteste), Belgien (Test-Achats) und Italien (Altroconsumo).
Bereits am Montag hatte die französische Nichtregierungsorganisation La Quadrature du Net mitgeteilt, wegen Datenschutzverletzungen fünf Sammelklagen gegen Google, Apple, Facebook und LinkedIn eingereicht zu haben. Auch in den USA sind wegen Verletzung des Datenschutzes bereits Klagen gegen Facebook anhängig. In Österreich ist der Datenschutz-Aktivist Max Schrems juristisch gegen Facebook aktiv.
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