Außergewöhnliches Jahr

Die nächste Hitzewelle kommt: So heftig wird sie

Österreich
28.07.2026 10:27

Die nächste Hitzewelle hat Kurs auf Österreich genommen und erreicht am Freitag ihren Höhepunkt, mit lokal bis zu 40 Grad. Wie lange Österreich unter der massiven Hitze leiden muss, ist aber noch nicht gewiss ... 

OLAF zeigt sich verantwortlich für die zweite massive Hitzewelle im Land. Das Hoch bringt subtropische Luftmassen nach Österreich, wodurch die Temperaturen im Laufe der Woche immer stärker steigen. Gänzlich trocken verläuft es aber nicht, einzelne Hitzegewitter, vor allem in den Bergen, können lokal auch massiv ausfallen und Starkregen und Hagel mit sich bringen. Die größte Gefahr dafür besteht am Freitag.

Wind im Osten heizt die Hitze an
Dieser Tag stellt auch den vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle dar. Die Temperaturen steigen auf 33 bis 39 oder vereinzelt sogar 40 Grad, mit den höchsten Werten im östlichen Flachland. Im Osten verstärkt sich die Beeinträchtigung durch die Hitze noch zusätzlich durch mäßigen bis lebhaften Wind aus südlichen Richtungen. 

Die Hitzewelle kommt, wie lange sie bleibt, ist noch offen.
Die Hitzewelle kommt, wie lange sie bleibt, ist noch offen.(Bild: Krone-Collage/kieferpix - stock.adobe.com, Ubimet)
In den kommenden Tagen baut sich die Hitzewelle immer mehr auf.
In den kommenden Tagen baut sich die Hitzewelle immer mehr auf.(Bild: Ubimet)
(Bild: Ubimet)
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(Bild: Ubimet)

Tropennächte kommen, keine Abkühlung
Auch das Wochenende steht ganz im Zeichen der Hitze. Allerdings könnten am Samstag Gewitter auch abseits der Berge für eine minimale Abkühlung sorgen. Stichwort Abkühlung: Diese sucht man in den kommenden Nächten jedenfalls vergebens. Denn mit der Hitzewelle steigt auch die Zahl der Tropennächte wieder weiter. „Das Jahr 2026 hat diesbezüglich bereits Geschichte geschrieben – im Zuge der historischen Hitzewelle Ende Juni gab es etwa in Wien 14 Tropennächte in Folge“, so Peter Wölflingseder, Meteorologe von der Ubimet. 

Wie lange muss Österreich dieses Mal leiden?
Noch uneins sind sich die Wettermodelle, was die Dauer der aktuellen Gluthitze betrifft. Manche prognostizieren eine leichte Entspannung zum Start der neuen Woche, andere wiederum gehen davon aus, dass die hohen Temperaturen auch noch weit in die Woche hinein in Österreich bleiben werden. Klar ist aber: Es bleibt heiß, wie heiß genau, bleibt abzuwarten.

Eines steht aber bereits fest: Das heurige Hitzejahr ist außergewöhnlich.„Bemerkenswert ist die Hitzewelle auch vor dem Hintergrund der bisherigen Bilanz: Bereits vor diesem Ereignis lag die Zahl der Hitzetage (Höchstwert von mindestens 30 Grad) an vielen Stationen deutlich über dem langjährigen Mittel“, erklärt Wölflingseder.

Hitzetage mit Rekordpotenzial

  • In Bregenz steht das laufende Jahr mit 28 Hitzetagen schon jetzt auf dem zweiten Platz seit Messbeginn 1936 – im Mittel der Jahre 1991–2020 waren es dort lediglich acht.
  • Auch in Innsbruck, Graz und Eisenstadt wurde die 27-Tage-Marke bereits erreicht. Mit der nun folgenden Hitzewelle dürften diese Werte an vielen Orten weiter steigen.
(Bild: Ubimet)

„Schon jetzt liegt die Zahl der Hitzetage deutlich über dem langjährigen Mittel – und der Hochsommer ist noch nicht vorbei. Die aktuelle Hitzewelle verschärft diese Bilanz zusätzlich, an einigen Stationen rücken wir damit in Reichweite der Allzeit-Rekordwerte“, so Wölflingseder.

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