Ergotherapie-Boom

Hunderte Bewerber auf nur 30 freie Studienplätze

Niederösterreich
30.07.2026 09:00

Bereits seit 20 Jahren gibt es an der Fachhochschule Wiener Neustadt die Studienrichtung Ergotherapie. Doch für Hunderte junge Leute, die sich jährlich dafür bewerben, stehen nur 30 Studienplätze zur Verfügung. Und das, obwohl die Nachfrage nach Ergotherapeuten laufend ansteigt. 

Der Andrang ist gewaltig: Mehrere hundert Bewerber versuchen jedes Jahr einen Studienplatz für Ergotherapie an der Fachhochschule Wiener Neustadt zu ergattern – doch nur 30 schaffen den Sprung. Die Nachfrage steigt weiter. Wer einen der begehrten Plätze haben will, muss ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit Computertest, Eignungsprüfung und persönlichem Gespräch bestehen, heißt es vonseiten der Fachhochschule.

Fachkräfte dringend gesucht
Der Ansturm kommt nicht von ungefähr: Ergotherapeuten werden dringend gesucht. Bereits seit 20 Jahren bildet die FH Fachkräfte dafür aus, den Menschen nach Schlaganfällen, Unfällen, bei Demenz oder Entwicklungsstörungen zu helfen, ihren Alltag wieder selbstständig zu meistern.

„Unser Anspruch war es immer, die Ausbildung an den aktuellen Anforderungen der Berufspraxis auszurichten“, betont Studiengangsleiterin Martina Kristler.

Feierlichkeiten anlässlich 20 Jahre Studium der Ergotherapie an der FH Wiener Neustadt. Bereits ...
Feierlichkeiten anlässlich 20 Jahre Studium der Ergotherapie an der FH Wiener Neustadt. Bereits 500 Absolventen gibt es aus der FH Wiener Neustadt.(Bild: FHWN)

Ein Viertel der Ausbildung findet direkt in der Praxis statt – in enger Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen. Auch Projekte wie die Demenzfreundliche Bibliothek oder Kooperationen mit dem Tiergarten Schönbrunn und den Wiener Linien sorgen für wertvolle Praxiserfahrung.

Der enorme Bewerberansturm spiegelt den wachsenden Bedarf wider. Lange Wartelisten in den Praxen zeigen, dass dringend mehr Ergotherapeuten gebraucht werden. „Ein Ausbau der Studienplätze und ein eigenes Masterstudium wären wichtige Schritte, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, wünscht sich Kristler. 

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