Auf der A10

Autobahn-Abfahrtssperren nun auch für Einheimische

Salzburg
28.07.2026 06:00

Das wird für große Aufregung sorgen! Das Land Salzburg ließ an starken Reisetagen bereits Urlauber auf dem Weg in den Süden nicht von der A10 abfahren. Jetzt dürfen aber auch Einheimische nicht von der Tauernautobahn: So soll etwa die Anschlussstelle Kuchl komplett zu sein.

Gerade für die Tennengauer hat die Stau-Saison wieder begonnen. Durch Abfahrtssperren wird seit Jahren versucht, Urlauber und Stauausweicher von den Landesstraßen fernzuhalten – mit überschaubarem Erfolg. Das soll sich jetzt aber ändern.

Stau auf der Tauernautobahn
Stau auf der Tauernautobahn(Bild: Andreas Tröster)

Komplette Sperren
Wie das Land ankündigt, werden im August versuchsweise Abfahrten wie Kuchl auf der Tauernautobahn komplett gesperrt. Somit müssen Einheimische schon in Hallein von der A10 abfahren, um nach Hause zu kommen. Auch Golling soll es betreffen. „Das braucht natürlich eine gute Kommunikation“, heißt es aus dem Büro von Landesvize Stefan Schnöll (ÖVP).

Ziel ist es, offene Abfahrten effektiver kontrollieren zu können und somit Landesstraßen für Einheimische freizuhalten. Ausgebaut wird 2027 das flexible Tempolimit. Bis zu acht neue Überkopfwegweiser sollen kommen, um noch flexibler die Geschwindigkeit anpassen und damit den Verkehr flüssig halten zu können. Momentan funktioniere das System schon zufriedenstellend, soll aber besser werden. Hilfe kommt aus Deutschland. Die grenznahe Baustelle auf der A8 wirkt wie eine Blockabfertigung und Abfahrtssperren verhindern, dass Urlauber bereits über Landesstraßen nach Salzburg einfahren.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu erheblichen Verzögerungen in den Anrainerorten.
In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu erheblichen Verzögerungen in den Anrainerorten.(Bild: Andreas Tröster)

Stromausfall in Tunnel
Doch auch auf der Autobahn läuft bei weitem nicht alles reibungslos. So gab es am Wochenende neben üblichem Reiseverkehr und Unfällen einen Stromausfall in einem Tunnel – zum zweiten Mal innerhalb von gerade einmal elf Tagen. Während am 14. Juli ein Unwetter die gesamte Tunnelkette Werfen lahmlegte, stoppte am Samstag ein Kabelschaden im Ofenauer Tunnel den gesamten Verkehr Richtung Süden für 45 Minuten. „Wir brauchen die Stromversorgung für die Sicherheitstechnik. Da gibt es keine Kompromisse“, so Autobahnbetreiber Asfinag. Unter anderem waren die Beleuchtung im Einfahrtsbereich und die Ampeln ausgefallen. Mithilfe einer provisorischen Überbrückung konnte der Verkehr wieder rollen. Das Kabel wird diese Woche erneuert. Die Tunnelkette selbst wurde erst Mitte 2025 generalsaniert. Dafür nahm die Asfinag mehr als 250 Millionen Euro in die Hand.

A1-Baustelle endet
Gute Nachrichten kommen von der A1. Die Baustelle zwischen Salzburg-Nord und Wallersee geht kommende Woche und damit früher zu Ende. „Wir konnten das gute Wetter ausnützen“, so Asfinag-Projektleiter Stefan Spalt. Diese Woche finden letzte Asphaltierungsarbeiten statt, kommende Woche wird rückgebaut. 

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