So, 22. Juli 2018

Teils erst 3 Jahre alt

08.04.2018 15:34

Diese Intel-Chips werden nie wieder sicher sein

Einige Wochen nach dem Bekanntwerden der schwerwiegenden Prozessor-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown hat der Chipgigant Intel viele seiner Prozessoren bereits mit Updates versorgt, die sie gegen Angriffe abdichten, aber auch ein wenig langsamer machen. Wie jetzt bekannt wurde, will Intel aber nicht alle seine Chips updaten, sondern lässt die Lücken auf einigen einst durchaus populären Prozessoren einfach offen. Die meisten sind rund zehn Jahre alt, es gibt aber auch einen erst drei Jahre alten Chip, der nie wieder sicher sein wird.

Das berichtet das Technikportal „Tom’s Hardware“ unter Berufung auf Intel-Dokumente. Demnach sollen sieben Prozessorgenerationen der letzten elf Jahre keine Updates erhalten. Darunter sind die CPU-Familien „Penryn“, „Yorkfield“ und „Wolfdale“ aus dem Jahr 2007, „Bloomfield“ von 2008, „Clarksfield“ aus dem Jahr 2009, „Jasper Forest“ (2010) und - der neueste Chip - der Intel Atom „SoFIA“ von 2015.

Kein Update für Core-2- und Core-i-CPUs
Bei den Prozessoren, die keine Updates mehr erhalten werden, handelt es sich unter anderem um die einst beliebten Core-2-Chips sowie um Core-i-Prozessoren der ersten Generationen. Als Grund für den Verzicht auf die Updates führt Intel mehrere Gründe an. Einerseits sei die Mikroarchitektur bei einigen Chips nicht ohne Weiteres aktualisierbar, andererseits seien diese Prozessoren ohnehin oft in „geschlossenen Systemen“ im Einsatz, wodurch ein Cyberangriff unwahrscheinlich sei.

Als dritten Grund führt Intel die „limitierte kommerziell verfügbare System-Softwareunterstützung“ an. Bei „Tom’s Hardware“ übersetzt man das so, dass Intel nicht unbedingt alleine dafür verantwortlich ist, dass die Updates ausbleiben. Der CPU-Hersteller ist für die Verteilung seiner Patches nämlich darauf angewiesen, dass ihm Betriebssystemhersteller wie Microsoft und Mainboard-Hersteller über System- und BIOS-Updates beim Verteilen der Updates unter die Arme greifen. Und bei älteren Prozessoren haben offenbar weder Microsoft noch die Mainboard-Hersteller ein Interesse an einem - möglicherweise problembehafteten - Update.

 krone.at
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