23.03.2018 14:00 |

4.000 verletzen sich

Gefährlicher Frühjahrsputz

Ostern naht und damit der Wunsch, die Wohnung in frischem Glanz erstrahlen zu lassen. Auch heuer werden wieder viele ausrutschen, hängen bleiben, mit einem Sessel umstürzen oder von der Leiter fallen. Und so endet der vermeintlich harmlose Frühjahrputz für 4000 Österreicher im Spital, so die Prognose vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

Stürze passieren mit 73 Prozent beim großen Saubermachen am häufigsten, gefolgt von Verletzungen mit scharfen Gegenständen oder Zusammenstößen mit Menschen oder Einrichtungsgegenständen. Die Folgen: Knochenbrüche, offene Wunden, Sehnen- und Muskelverletzungen sowie Prellungen, wie Dipl.-Ing. Christian Kräutler, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV warnt, wenn man sich nicht richtig vorbereitet und leichtsinnig ans Werk geht oder bereits übermüdet weiterarbeitet. Und so sind die meisten Unfälle  auf Ablenkung, Hektik oder Unachsamkeit (37 Prozent) sowie Fehleinschätzung (11 Prozent)  zurückzuführen. Gerade die vertraute Umgebung verlockt zu sorglosem Verhalten: „ Man steigt aufs Fensterbrett, missbraucht aus Bequemlichkeit einen Sessel oder ein Stockerl als Leiter oder balanciert über den nass gewischten Boden“, warnt Kräutler.

So schützen Sie sich am besten

  • ausreichend Zeit für das Putzvorhaben einplanen
  • zweckmäßige Kleidung und gutes Schuhwerk mit rutschfester Sohle tragen
  • Niemals auf Fensterbänke, Stühle oder Tische steigen, nur geprüfte Leitern verwenden
  • Alle Hilfsmittel so platzieren, dass man nicht darüber stolpert
  • Multitasking vermeiden
  • Produktetiketten sorgfältig lesen und Sicherheitshinweise beachten
  • Reinigungsmittel nicht mischen oder unmittelbar hintereinander anwenden

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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