Bike-Auto

Peugeot BB1: Auto mit Motorrad-Seele

Motor
21.09.2009 16:12
Auf den ersten Blick weiß man nicht, wo vorn und hinten ist. Doch das ist nicht das einzig Ungewöhnliche Peugeot BB1: Dieses Elektroauto-Konzept orientiert sich an der Ergonomie eines Zweirads, ist 2,50 Meter lang, hat einen Mini-Wendekreis von 3,50 Metern und wird mit einem Lenker wie bei einem Roller gesteuert.

Bis zu vier Leute steigen durch entgegen der Fahrtrichtung öffnende Türen. Der Fahrer steuert das Fahrzeug in einer relativ aufrechten, völlig neuen Sitzposition – „fast stehend“, sagt Peugeot. Die Fondpassagiere und der Beifahrer nehmen wie in einem normalen Pkw Platz. So soll der Platz optimal ausgenutzt werden. In Anbetracht der geringen Grundfläche ist das Kofferraumvolumen gigantisch: 160 Liter (bei vier Insassen) bis zu 855 Liter (mit Fahrer allein an Bord)!

Mit nach vorne strebenden Konturen, die die große Fensterfläche betonen, Türen mit integrierten Öffnungen zur Innenraumbelüftung und markanten Radläufen verkörpert das Fahrzeug den Bruch mit bekannten Fahrzeugkonzepten auch nach außen hin.

Die LED-Scheinwerfer tragen jeweils außen eine rückwärts gerichtete Kamera, wodurch die Rückspiegel ersetzt werden. Das Dach hat wie beim Peugeot RCZ eine doppelte Wölbung und trägt so zum Platzangebot im Fahrzeugheck bei. 

Angetrieben wird der BB1 mit Radmotoren an der Hinterachse aus der Entwicklungskooperation mit Michelin. Deren Leistung liegt bei maximal 15 kW (20 PS), also 7,5 kW pro Motor. 0 bis 30 km/h in 2,8 Sekunden, 30 bis 60 km/h in 4 Sekunden. Die beiden Batteriepacks für je einen Elektromotor sind unter den Sitzen rechts und links verbaut und sorgen für eine Reichweite von 120 Kilometern.

Der BB1 basiert auf einem Rohrchassis aus der Kooperation mit Peugeot Motocycles, die Karosserie besteht aus einer extrem leichten Kohlefaserzelle, die hauptsächlich Schutz vor Wind und Wetter bietet. Da das Fahrzeug einschließlich Batterien nur 600 kg wiegt, konnten sämtliche Antriebskomponenten auf das Wesentliche reduziert und somit deutlich Gewicht gespart werden.

Im Dach sind Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 16 Prozent integriert, deren Energie in diverse Fahrzeugsysteme eingespeist werden kann, etwa zur Innenraumbelüftung.

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