Staus sind mühsam, lästig und unfallträchtig. Immer muss man konzentriert darauf achten, wann der Vordermann bremst. Und wie leicht passiert es, dass man in einem Anflug geistiger Umnachtung übersieht, dass plötzlich wieder alles steht. Toyota will Staufahrern jetzt das Leben erleichtern.
Ab dem Sommer wollen die japanischen Autobauereine Art "Stau-Automatik" anbieten, ein Radarsystem, das sichbei null bis 30 Stundenkilometern automatisch der Geschwindigkeitdes Vordermanns anpasst.
Kommt der Vordermann zum Stehen, weist das Fahrzeugmit akustischen und visuellen Warnungen auf den Stopp hin. Reagiertder Fahrer nicht sofort, hält das Auto von selbst. Wer jetztglaubt, es handelt sich hier um eine Art Autopiloten wie im Flugzeug,und er kann sich im Stau entspannt zurücklehnen und ein Nickerchenmachen, solange es nicht flotter vorwärts geht, hat sichleider getäuscht. Denn anfahren muss der Fahrer aus Sicherheitsgründenwieder selbst.
Einführung in Europa fraglich Mit dem Stau-Radar setzt Toyota vor allem auf denzäh fließenden Berufsverkehr im Großraum Tokio.Dort verbringen Pendler ein Drittel ihrer Zeit im Stop-and-Go-Verkehr.Den Preis für das System ließ Toyota noch offen, obdas System außerhalb Japans angeboten werden soll, ist leiderauch noch fraglich. Toyota hat bereits ein ähnliches Systemfür Geschwindigkeiten zwischen 40 und 100 Stundenkilometerfür seine Luxuslimosine Celsior im Angebot. Der Preis liegtbei 70.000 Yen (514 Euro).
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