EU-Binnenkommissar Bolkestein sorgt mit einem abenteuerlichen Vorschlag für Aufregung in der deutschen Autoindustrie. Er will bereits Anfang April den Vorschlag einbringen, den "Designschutz" aufzuheben. Das würde bedeuten, dass auch von außen sichtbare Teile billig nachgebaut werden dürften.
Bislang gab es ja nur Ersatzteile für "innen"im Nachbau: Bremsen, Stoßdämpfer etc... Der Designschutzlegte fest, dass "für das Erscheinungsbild relevante Ersatzteile"nicht nachgebaut werden durften - was natürlich die Preisefür Reparaturen von z. B. kleinen Parkschäden in dieHöhe trieb, weil man auf die Original-Ersatzteile der Herstellerfirmenangewiesen war.
Proteste kommen naturgemäß von der VereinigungDeutscher Automobilhersteller und besonders vom größtenHersteller VW. Dort sieht man gar die ganze Autoindustrie in Gefahr:"Wir wehren uns dagegen, dass unsere Industrie durch den unkontrolliertenNachbau in Fernost einer Gefährdung ausgesetzt werden könnte",so VW-Chef Pischetsrieder.
Jubel hingegen bei den meist mittelständischenAutoteilehandel, der sich durch die Lockerung des Designschutzesneue Impulse für die eigene Umsatzentwicklung erwartet.
Am meisten profitieren würden natürlichdie Konsumenten und auch die Versicherungen, da gerade bei Spengler-Arbeitendie Preise ordentlich reduziert werden könnten.
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