"Wer ohne gültigen Parkschein als Dauerparker in der Kurzparkzone erwischt wird, für den kann dieses Verkehrsvergehen zu einer teuren Angelegenheit werden. Für jeden einzelnen Tag als Falschparker muss der Autobesitzer nämlich mit einer Extra-Strafe rechnen", warnt ÖAMTC. Indes drängt der ARBÖ auf rasche Entscheidung beim SMS-Parken.
Ein Halteverbot kann laut ÖAMTC-JuristMartin Hoffer nur einmal verletzt werden: Und zwar dann, wennder Autolenker sein Fahrzeug abstellt. Im Gegensatz dazu begehtder Fahrzeughalter beim Dauerparken in der Kurzparkzone mit jedemneuen Geltungsbeginn eine neue Übertretung. Der Autobesitzerkann sich daher nicht darauf berufen, für ein und das selbeVergehen nur einmal bezahlen zu müssen - auch wenn das Autoim Zeitraum der Übertretung nicht wegbewegt worden ist.
Zusätzlich zu den Strafen für dieses"Wiederholungsdelikts" kann die Gemeinde Parkgebühren nachfordern:Steht das Fahrzeug beispielsweise eine Woche ohne Parkschein,werden in der Regel fünf bis sechs Organmandate oder Anonymverfügungenvon jeweils rund 20 bis 30 Euro fällig plus die Parkgebührfür sämtliche gebührenpflichtige Abstellstunden.Eine zusätzliche Strafe wegen Überschreitens der erlaubtenAbstelldauer ist aber laut einer Sonderbestimmung in der Straßenverkehrsordnungnicht möglich.
Sinn der Parkraum-Bewirtschaftung ist die Rationierungdes Parkraums, um das immer knapper werdende Parkplatz-Angebotaufzuteilen. "Zumindest juristisch ist es daher plausibel, dassjede Übertretung getrennt behandelt wird", meint Hoffer abschließend.
ARBÖ drängt auf eine rasche Entscheidungin Sachen SMS-Parken Die Verwendung moderner Technologie dürfe nachMeinung des ARBÖ nicht zu Irritationen bei Autofahrern führen.Die Kurzparker hätten wenig Verständnis dafür,dass sie beim SMS-Parken zusätzlich auch noch eine Parkuhrverwenden müssen.
Der ARBÖ schlägt eine praxistauglicheNovellierung der Kurzparkzonen-Überwachungsverordnung vor.
Das Problem stelle sich nicht nur in Wien, wo sichbereits 35.000 Autofahrer für das System "m-parking" entschiedenhaben, sondern auch in allen anderen Städten, wo diese moderneUnterstützung zur Parkraumbewirtschaftung angeboten werde.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.