Völlig legal

Volle Dröhnung zum Nulltarif

Web
08.06.2009 16:52
Verbrechen lohnt sich nicht, lautet eine alte Weisheit. Das gilt auch für das illegale Downloaden von Musik, zumal es im Internet etliche nicht nur kostenlose, sondern auch völlig legale Alternativen zu halbseidenen Filesharing-Angeboten und anderen dubiosen Download-Quellen gibt. krone.at verrät dir, wo du fündig wirst - gratis und ohne dich dabei strafbar zu machen.

Wer immer rechtzeitig mit den neuesten Songs seines Lieblingskünstlers versorgt werden will, wird auch in Zukunft noch den Plattenhändler seines Vertrauens aufsuchen oder das gewünschte Liedgut kostenpflichtig über die Website des Labels oder Musikers herunterladen müssen. Ausnahmen gibt es nur selten, etwa die britischen Rocker von Coldplay, die derzeit als Dankeschön für ihre Fans das Live-Album "LeftRightLeftRightLeft" über die eigene Website zum Download anbieten - eine gültige E-Mail-Adresse vorausgesetzt.

Wer auf Aktualität hingegen keinen allzu großen Wert legt und mitunter auch unbekannten Künstlern gegenüber aufgeschlossen ist, findet im Internet eine Vielzahl an Musikportalen, die Musik nicht nur streamen, sondern auch zum Download anbieten – wie zum Beispiel "Last.fm", das in seiner "Kostenlose Musikdownloads"-Rubrik an die 250 Gratis-MP3s anbietet, darunter etwa Songs von Moby, Depeche Mode oder den Nine Inch Nails. Massig Musik findet man auch auf "Spinner.com": Jeden Tag bietet das Portal ein "MP3 of the Day" zum kostenlosen Download an. Auch die Songs der vergangenen Tage können heruntergeladen werden.

Von Bands mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellte Live-Mitschnitte der unterschiedlichsten Art bietet hingegen das "Live Music Archive" von Archive.org. Über 40.000 Aufnahmen von Größen wie etwa Maroon5, Jack Johnson, Jason Mraz oder den Smashing Pumpkins lassen sich hier finden. Live-Klänge, allerdings der härteren Sorte, findet man auch auf "Livemetallica.com". Die Rock-Legenden von Metallica bieten kostenlos registrierten Usern Mitschnitte der Jahre 1982 bis 2003 zum Download an. Großzügig zeigt sich auch NOFX-Frontmann Mike Burkett mit seinem "Fat Wreck Chords"-Label, über dessen Website er MP3s von Punk-Veteranen wie Lagwagon, Anti-Flag, Less than Jake, den Mad Caddies oder Wizo zum kostenlosen Download anbietet.

Deutlich ruhiger geht es da auf den Websites von "Public Domain 4 U" und den "78 RPMs & Cylinder Recordings" des bereits erwähnten "Archive.org" zur Sache. Vornehmlich auf gutem, alten Vinyl gepresste Tonträger, deren Urheberrechte bereits verloschen sind, werden hier in liebevoller Handarbeit digitalisiert und zum Download angeboten. Der knisternde Sound mag Audiophile vielleicht nicht zufriedenstellen, dafür besitzen die alten Aufnahmen, vor allem aus dem Blues- und Jazz-Bereich, ihren ganz eigenen Charme.

Ebenfalls völlig legal downloadbar sind die von Profis wie Amateuren nachgespielten Werke großer Meister wie Bach, Beethoven, Debussy oder Liszt, die von der "Pianosociety" angeboten werden. Die Plattform hat es sich zum Ziel gesetzt, der breiten Öffentlichkeit klassische Klänge näherzubringen und bietet zu diesem Zweck ambitionierten Klavierspielern die Möglichkeit, ihre eigenen sowie nachgespielte Kompositionen zu veröffentlichen. Den Klassik-Fan freut's, kann er doch nicht nur kostenlos Musik herunterladen, sondern erfährt zudem auch Wissenswertes über die Komponisten und ihre Epochen.

Was vielen bislang unbekannt sein dürfte: Auch die Online-Enzyklopädie "Wikipedia" bietet klassische Musik zum Download an. Werke von Händel, Schubert oder Vivaldi, die inzwischen unter die Gemeinfreiheit fallen, können über das Web-Lexikon heruntergeladen werden. Einziger Wermutstropfen: Die Stücke lassen sich nur im wenig populären Ogg-Format herunterladen.

Nicht unter die Gemeinfreiheit (Public Domain), sondern die "Creative Commons"-Lizenz, mittels derer die Macher Dritten weitreichendere Nutzungsrechte einräumen, fallen die über 4.500 auf "Jamendo.org" veröffentlichten Alben aus unterschiedlichsten Musikgenres. Nach einer kostenlosen Registrierung können die Songs direkt als MP3 oder via BitTorrent nicht nur kostenlos heruntergeladen, sondern auch weiter verbreitet und bearbeitet werden, beispielsweise für Remixe.

Um Creative Commons dreht es sich schließlich auch im "Free Music Archive", welches von mehreren US-Radiostationen ins Leben gerufen wurde und jungen Talenten eine Plattform für ihre Musik bieten soll. Sortiert nach Genres wie Blues, Klassik, Folk, Rock, Hip-Hop oder etwa R'n'B, können hier Nutzer in Tausende MP3s reinhören und diese bei Gefallen auch direkt herunterladen.

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