Angst vor Terror

US-Politiker will öffentliche Gebäude verfremden

Web
12.03.2009 10:59
Weil Terroristen zur Planung ihrer Anschläge immer öfter auf das Kartenmaterial von Google Earth und Google Maps zurückgreifen, will jetzt der republikanische Abgeordnete Joel Anderson in Kalifornien per Gesetz dafür sorgen, dass detaillierte Bilder öffentlicher Gebäude - unter anderem von Schulen, Krankenhäusern, Kirchen und Regierungsgebäuden - in Mapping-Diensten verfremdet werden müssen, berichtet das US-Magazin "Computerworld".

"Wir haben von Terroristen gehört, die Google Maps genutzt haben, um ihre Ziele auszuspionieren", sagte der US-Abgeordnete der "Computerworld". Zwar sei er nicht prinzipiell gegen Mapping-Dienste, aber bloß, weil das Wissen da sei, heiße das nicht, dass die Informationen auch nützlich sind: "Wir brauchen Terroristen nicht dabei behilflich zu sein, ihr nächstes Ziel ausfindig zu machen. Welchen Sinn und Zweck hat es etwa, Belüftungs- oder Fahrstuhlschächte zu zeigen?", so Anderson.

Google sucht nun das Gespräch mit dem Politiker. Denn sollte der Gesetzesentwurf angenommen werden, könnten bald weitere US-Staaten dem Vorbild Kaliforniens folgen. Der technische Aufwand, sämtliche öffentlichen Gebäude der USA zu verfremden, wäre dann für den Suchmaschinengiganten enorm.

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