Mord am Friedhof

Tatverdächtige 14-Jährige wusste, was sie tat …

Österreich
17.04.2026 05:00

Die mutmaßliche Mörderin wurde in den vergangenen Wochen eingehend gerichtspsychiatrisch untersucht. Ergebnis: Sie leidet an einer schweren Persönlichkeitsstörung – ist aber zurechnungsfähig. Und: Das Mädchen gilt als anhaltend gefährlich.

Es ist ein Kriminalfall – so schockierend, so erschütternd, so unfassbar: Am 23. Februar wurde auf dem Baumgartner Friedhof in Wien-Hütteldorf eine 64-jährige Frau mit zahlreichen Messerstichen getötet.

Kurz darauf wurde Jenny, eine 14-Jährige, die in der Nähe des Tatorts in einer Wohngemeinschaft für psychisch kranke Jugendliche gelebt hatte, unter dem dringenden Verdacht, das abscheuliche Verbrechen begangen zu haben, verhaftet. Nachdem sie per Handy Fotos von der Leiche des Opfers an mehrere Freunde verschickt hatte.

Der Tatort: der Baumgartner Friedhof in Wien-Hütteldorf. Am 23. Februar wurde hier eine ...
Der Tatort: der Baumgartner Friedhof in Wien-Hütteldorf. Am 23. Februar wurde hier eine 64-jährige Frau bei einem Grabbesuch erstochen.(Bild: Zwefo)
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Meine junge Klientin ist seelisch schwer krank. Sie hat ihre Tat unter dem Einfluss dieser massiven psychischen Störung begangen.

Anwältin Astrid Wagner

Ein Geständnis des Grauens
In Verhören war das Mädchen schnell geständig: „Ich hatte Unruhe in mir verspürt, ich wollte sie bekämpfen. Ich wusste, dass mir das nur gelingen würde, wenn ich mich oder wen anderen umbringe. Ich wollte halt Blut sehen, mich wieder einmal richtig spüren.“

Und als sie „diese Frau“ – eine ihr völlig Unbekannte – vor einem Grab stehen gesehen habe, „beschloss ich eben, sie zu ermorden“.

Ein Selfie, das Jenny wenige Tage vor dem Verbrechen auf einem Social-Media-Kanal veröffentlicht ...
Ein Selfie, das Jenny wenige Tage vor dem Verbrechen auf einem Social-Media-Kanal veröffentlicht hat.(Bild: zVg)

Mittlerweile wurde Jenny – im Auftrag des Gerichts – von der bekannten Kinder- und Jugendpsychiaterin Claudia Klier untersucht. Das Ergebnis ihrer  Analysen: Die 14-Jährige ist zurechnungsfähig, leidet allerdings an einer schweren kombinierten Persönlichkeitsstörung. Und sie wird als anhaltend „hochgefährlich“ diagnostiziert.

Damit drohen dem Mädchen zehn Jahre Haft – und zusätzlich die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum, für unbestimmte Zeit. Vor einigen Tagen wurde Jenny bereits in solch ein „Spezialgefängnis“ überstellt. Ihr Prozess soll im kommenden Sommer stattfinden.

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