Zwischen Machtrausch und Katerstimmung: Nach dem gescheiterten Versuch des SPÖ-Bundesparteichefs Andreas Babler seinem Kritiker, NÖ-Landesparteichef Sven Hergovich eine Gegenkandidatin zu bescheren, plant Babler offenbar den nächsten Schlag gegen seine Kritiker. Dieses Mal in der Steiermark – Staatssekretär Jörg Leichtfried soll laut Insidern gegen den amtierenden Chef Max Lercher aufbegehren.
Seit dem Bundesparteitag der SPÖ war gerade einmal ein Monat vergangen, da ging das Hauen und Stechen in den roten Reihen bereits wieder von vorn los. Burgenlands mächtiger Landeshauptmann Hans Peter Doskozil attackierte seine Parteigenossin Gesundheitsministerin Korinna Schumann wegen ihres Einspruchs für die Herzchirurgie in burgenländischen Oberwart. Und der mit 81,5 Prozent wiedergewählte Bundesparteichef Andreas Babler wollte sich bei seinem eigenen Landesparteichef und Kritiker Sven Hergovich revanchieren und die beliebte Gesundheits-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig zu einer Kampfkandidatur gegen Hergovich bewegen.
Bablers blau-gelbe Blamage
Ein Putschversuch Bablers, der bekanntlich in einer Posse endete. Königsberger-Ludwig entschied sich gegen einen Antritt. Doch Babler scheint aus seiner Blamage in blau-gelb nicht gelernt zu haben und plant weitere rote Ränkeschmiede gegen seine Kritiker. Wie der „Krone“ von gleich mehreren SPÖ-Politikern zugetragen und bestätigt wurde, plant Babler diesmal den „Steiermark-Sturz“.
Geheimplan mit Geheimdienst-Sekretär
Der dortige Landesparteichef Max Lercher gilt zwar als absolut gesetzt, aber darüber hinaus eben auch als Vertrauter von Doskozil von Hergovich. Eben deshalb wünscht man sich laut Löwelstraße-Insidern, dass Geheimdienst-Staatssekretär Jörg Leichtfried geheim gegen Lercher aufbegehren soll.
„Wie schon in Niederösterreich versucht Babler damit, einen Staatssekretär aus Wien ins Bundesland zu setzen“, analysiert ein Parteiinsider. Und wie schon in Niederösterreich wird er damit wohl scheitern. „Das ist ein kompletter Unfug. Zwischen Max Lercher und mir passt kein Blatt Papier“, sagt Leichtfried den nächsten Putsch gegenüber der „Krone“ auch gleich wieder ab.
Wo Lercher Babler half
Brisantes Detail am Rande: gemeinsam mit dem PR-Berater Rudi Fußi war es Lercher, der Babler dessen Kampagne für den letzten Landtagswahlkampf in Niederösterreich organisiert hatte. Die Dankbarkeit Bablers dafür scheint seit dem Jahr 2023 jedenfalls bereits wieder verflogen zu sein.
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