Sturzgefahr

Mit Motorrad und Gepäck in den Urlaub

Motor
03.07.2008 11:56
Klar, als Biker kommt man mit relativ wenig aus. Doch auch wenn der Anzug, die Hemden und das Bügeleisen daheim bleiben, kommt ganz schön was zusammen, was im Urlaub dabei sein muss. Wichtig ist, das Gepäck sicher zu verstauen und vor allem richtig zu verteilen. Beladung macht sich natürlich beim Fahren bemerkbar – falsches Beladen macht das Handling mühsam bis gefährlich.

Beim Gepäck ist weniger mehr. Je weniger zusätzliches Gewicht verstaut werden muss, desto geringer sind die Auswirkungen auf Handling und Bremsverhalten der Maschine, mahnt der ÖAMTC.

Experten-Packtipps

  • Grundsätzlich gilt es, den Schwerpunkt möglichst weit vorne zu behalten. Je weiter hinten und je höher er liegt, desto stärker verändert sich das Fahrverhalten, das Bike reagiert nicht mehr so präzise und kann mit unerwarteten Reaktionen aufwarten. 
  • Die schwersten Gepäckstücke gehören in den Tankrucksack. Aber Vorsicht: Ein Tankrucksack so prall gefüllt wie ein Airbag kann den Lenkereinschlag und die Sicht auf die Instrumente und Kontrollleuchten beeinträchtigen.
  • Die Seitenkoffer sollten links und rechts gleichmäßig beladen werden, schwere Dinge gehören nach unten. Die leichtesten Sachen ins Top Case, denn das liegt am höchsten.
  • Das Gepäck vor Regen und Nässe geschützt und wasserdicht einpacken – sonst war die ganze Mühe eventuell umsonst.
  • Navigationsgerät und Karte auf dem Tankrucksack helfen bei der Orientierung, wenn man nicht spontan ins Blaue fahren möchte.  

Worauf abseits der "Packordnung" zu achten ist

  • Vor Reiseantritt unbedingt mit voller Beladung eine Proberunde drehen oder noch besser ein Training absolvieren.
  • Das höchstzulässige Gesamtgewicht beachten. Das findet man im Zulassungsschein. 
  • Auch bei vollem Vertrauen in das Bike: Für eine Panne sollte man gerüstet sein. Daher an passende Schraubenschlüssel, Glühbirnen etc. denken.
  • Die Gabel- und hintere Federbeineinstellung müssen auf die höhere Belastung eingestellt werden. Auch der Reifendruck darf nicht vernachlässigt werden. 
  • Dinge wie Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit, Ölstand, Reifen, Scheinwerfer und Kette schon vor Fahrtantritt checken (lassen).

Die wichtigste Änderung muss jedoch im Kopf stattfinden: Das veränderte Fahrverhalten kann nur durch zurückhaltende Fahrweise kompensiert werden.

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