Insbesondere Verkehrsminister Ray LaHood hatte Toyota unterstellt, der Konzern verheimliche den wahren Grund für das ungewollte Beschleunigen in Dutzenden Fällen. "Wir haben es in der Tat nicht geschafft, einen Defekt im elektronischen Gaspedal- Kontrollsystem zu finden", gab Dan Smith von der Verkehrssicherheitsbehörde zu.
Smith unterrichte die Mitglieder eines Ausschusses der National Academy of Sciences über den Stand der Ermittlungen. Das "Wall Street Journal" berichtete am Mittwoch über das Treffen. Nach Angaben von Smith hat seine Behörde bisher nur zwei Gründe für das ungewollte Beschleunigen ausfindig machen können: klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten.
Damit decken sich die Erkenntnisse der staatlichen Ermittler mit den Aussagen von Toyota. Der japanische Hersteller hatte rund acht Millionen Autos weltweit wegen der Probleme zurückrufen müssen und erlitt dabei einen massiven Imageschaden. Toyota musste eine Strafe zahlen, weil der Hersteller die Probleme nicht rechtzeitig gemeldet hatte.
Die US- Politik fuhr zuletzt einen harten Kurs gegen Toyota. Verkehrsminister LaHood spannte sogar die Raumfahrtbehörde NASA bei der Suche nach elektronischen Defekten ein. Auch die National Academy of Sciences stellt ein Expertenteam. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Zum Spätsommer soll ein endgültiger Bericht vorliegen.
Trotz dieser guten Neuigkeiten für den Konzern gibt es aber an anderer Front wieder Probleme: Nachdem Toyota vor wenigen Tagen eine Rückruf- Aktion für die neue Hybrid- Luxuslimousine Lexus HS 250h starten musste - bei einem Crashtest der Verkehrssicherheitsbehörde hat der Wagen mehr Sprit verloren als zulässig -, muss das Werk nun 270.000 Autos wegen eines Motorproblems in die Werkstätten zurückrufen. Wie es heißt, soll der Motor grundlos ausgehen und sich nicht wieder starten lassen (mehr dazu siehe Infobox).