Strafe zu spät bezahlt

Inventar von Lokal weg: Wirtin erneut vor Gericht

Tirol
10.06.2026 05:50

Hat sie aus ihrem gepachteten Lokal Inventar im Wert von rund 40.000 Euro heimlich verkauft? Eine Gastronomin aus Tirol beteuerte zwar ihre Unschuld, willigte einer Diversion allerdings zu. Weil sie die Geldbuße aber zu spät bezahlt hat, musste sie nun erneut auf die Anklagebank. 

Eigentlich war die Sache schon so gut wie vom Tisch. Doch weil die Tirolerin (32) die im Rahmen einer Diversion gegen sie verhängte Geldbuße zu spät überwies, musste sie erneut in Innsbruck vor Gericht Platz nehmen.

Vermögen verheimlicht
Der Vorwurf: Die Gastronomin soll Einrichtungsgegenstände aus ihrem verpachteten Lokal im Tiroler Unterland im Wert von rund 40.000 Euro unerlaubt weiterverkauft und Vermögen vor dem Insolvenzverwalter verheimlicht haben.

Freispruch aus Mangel an Beweisen
Vor Richter Andreas Fleckl beteuerte die Frau im Jänner ihre Unschuld und wurde schließlich auch vom Vorwurf der Vermögensverheimlichung mangels Beweisen freigesprochen. In Bezug auf den unerlaubten Verkauf der Gegenstände sollte sie hingegen eine Geldbuße von 1000 Euro und 2000 Euro Teilschadenersatz an die Verpächterin zahlen. Die 32-Jährige überwies das Geld zwar, aber zu spät.

Verfahren endgültig eingestellt
Der Prozess am Dienstag dauerte dann aber nur rund zwei Minuten. Geldbuße und Teilschadenersatz wurden mittlerweile bezahlt, konstatierte der Richter. Er hätte die zu späte Überweisung übrigens nicht akzeptieren müssen und das Verfahren neu aufrollen können. Er zeigte sich aber kulant. Das Verfahren ist nun endgültig eingestellt.

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