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Hacker-Kit für jedermann spioniert Passwörter aus

18.08.2010, 10:58
Hacker-Kit für jedermann spioniert Passwörter aus (Bild: © 2009 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2009 Photos.com, a division of Getty Images
Dass das Hacken von Benutzerkonten und der damit verbundene Diebstahl von Nutzernamen und Passwörtern längst keine umfassenden Programmierkenntnisse mehr voraussetzt, macht jetzt eine Entdeckung des Sicherheitsanbieters BitDefender deutlich. Die Virenschutzexperten entdeckten ein sogenanntes Do- it- yourself- Kit, das es sogar Laien ermöglicht, auf einfache Weise Passwörter von Fremden auszuspionieren.

Das Tool namens "Facebook Hacker" werde in wenigen Sekunden konfiguriert und müsse anschließend nur noch per E- Mail an das Opfer versendet werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Aktiviere der Empfänger die Datei mit der Bezeichnung "server.exe", nehme das Unheil seinen Lauf.

Das Gefährliche an "Facebook Hacker" sei, dass das Tool intuitiv zu bedienen ist. Der Angreifer muss laut BitDefender lediglich zwei Eingabefelder ausfüllen: Nach der Angabe einer E- Mail- Adresse, die er eigens für diesen Zweck eingerichtet hat und jederzeit wieder deaktivieren kann, gilt es nur noch ein persönliches Passwort zu wählen, ehe mit einem Klick auf "Build" die Schad- Datei erstellt wird.

"Facebook Hacker" sucht nach sämtlichen Passwörtern

Das Kit trage zwar die Bezeichnung "Facebook Hacker", der Schaden für das Opfer belaufe sich aber auf weit mehr als nur den Verlust des Facebook- Passworts, warnt das Unternehmen. Sobald der Empfänger die "server.exe"- Datei ausführt, sucht das Tool nach sämtlichen gespeicherten Login- Informationen innerhalb der vom PC- Nutzer verwendeten Browser oder Instant Messenger.

Schädling hebelt Virenschutz aus

Um nicht erkannt zu werden, sucht der "Facebook Hacker" nach installierter Sicherheitssoftware und Virenscannern und deaktiviert sie. Außerdem verhindert das Tool die Netzwerküberwachung, wodurch der Nutzer keine Chance mehr hat, den Angriff auf seinen PC zu erkennen, erklärt der Sicherheitsanbieter. Wer sicher gehen möchte, dass sich die Bedrohung nicht bereits auf dem eigenen Rechner befindet, findet im Internet einen entsprechenden Schnell- Scan von BitDefender (siehe Infobox).

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