1568 Tage Gewalt
Putins Überfall übertrifft den Ersten Weltkrieg
Dieser traurige Meilenstein verdeutlicht die Tragweite von Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine: Der blutige Konflikt dauert bereits so lange wie der Erste Weltkrieg (1914-1918).
Der ukrainische Generalstab in Kiew zählte am Mittwoch den 1568. Tag des Krieges. Ein Ende der von Kremlchef Wladimir Putin 2022 befohlenen Großinvasion in das Nachbarland ist nicht abzusehen. In ihrem Abwehrkampf gegen Russland griff die Ukraine Hunderte Kilometer tief im Hinterland des Gegners Energieanlagen mit Drohnen und Raketen an.
Ukraine erzielt wieder Geländegewinne
Russland will die Ukraine militärisch und politisch zurück in seinen Machtbereich zwingen. Es hält einschließlich der schon 2014 annektierten Halbinsel Krim knapp ein Fünftel der Ukraine besetzt. Doch in den vergangenen Wochen setzt die ukrainische Armee Moskau gerade mithilfe ihres Drohnen-Arsenals immer stärker unter Druck.
Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe vor allem auf Anlagen der russischen Ölindustrie verstärkt, um eine wichtige Einnahmequelle der Regierung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.
Dies hat Russland dazu gezwungen, seine Ölförderung zu drosseln. Der Export von Benzin und Kerosin wurde gestoppt. Auf der Krim herrscht zu Beginn der russischen Urlaubssaison Treibstoffmangel.
Brüssel plant neues Sanktionspaket
Die EU will mit einem neuen Sanktionspaket zudem den wirtschaftlichen Druck auf den Kreml weiter erhöhen. Dieses Mal soll der russische Finanzsektor ins Visier genommen werden.
Der Vorschlag für das mittlerweile 21. Sanktionspaket sieht unter anderem Strafmaßnahmen gegen fast 90 Banken sowie Krypto-Netzwerke vor, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag sagte. Zudem sollen die Drohnenproduktion, Ölhändler und Raffinerien ins Visier genommen werden. Insgesamt stünden rund 170 Personen und Organisationen auf der neuen Sanktionsliste.
Die Botschafter der EU-Staaten sollen am Mittwoch über den Vorschlag beraten. Für eine Verabschiedung ist Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten erforderlich.









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