Amazons Kindle ist bisher das führende Lesegerät für E-Books. Die elektronische Bibliothek des Internetkaufhauses umfasst mehr als 500.000 vor allem englischsprachige Bücher. Apple hatte zusammen mit seinem iPad den iBookstore vorgestellt, bei dem der Computerkonzern mit fünf der sechs führenden US-Verlage zusammenarbeitet. Viele Verleger setzen in den Tablet-PC die Hoffnung, endlich ein Modell zur Vermarktung von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen über das Internet zu bieten. Google dürfte mit seinem plattformunabhängigen Online-Buchladen nun für Aufruhr sorgen.
Der Suchmaschinengigant will allerdings nur Bücher anbieten, die auch in gedruckter Form verfügbar sind. Eine Verknüpfung mit dem umstrittenen Dienst Google Book Search ist nicht geplant. Über diesen lassen sich Millionen Bücher durchsuchen und kostenlos ansehen, die Google vor allem aus Bibliotheken eingescannt hat. Dadurch sind dort auch Werke verfügbar, die nicht mehr im Laden gekauft werden können.
Verleger und Autoren laufen gegen das Projekt allerdings Sturm: Umstritten ist nicht nur die Vergütung der Autoren- und Publikationsrechte. Kritisiert wird außerdem, dass Google alleiniger Inhaber der Rechte für sogenannte verwaiste Bücher werden könnte - vergriffene Werke, deren Autoren oder andere Rechteinhaber sich nicht mehr ermitteln lassen.
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