"Viele Produkte werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, dabei handelt es sich tatsächlich um Arzneimittel, die der ärztlichen Kontrolle bedürfen", sagte der Gesundheitsexperte der Stiftung Warentest, Carl-Friedrich Theill. Die enthaltenen Bestandteile seien in Deutschland rezeptpflichtig, da sie erhebliche Nebenwirkungen hätten.
In den Mitteln hätten die Tester häufig aufputschendes und suchterregendes Ephedrin gefunden. Meist sei auch Koffein enthalten, sagte Theill. Die Menge in einer der Kapseln entspräche fünf Tassen Kaffee. Auch der gefährliche Wirkstoff Sibutramin wurde häufig gemessen. In Italien sei diese Substanz wegen zweier Todesfälle vor fünf Jahren vom Markt genommen worden.
Nutzer wissen aber oft gar nicht, welche gefährlichen Stoffe die Mittel aus dem Internet enthalten, weil die Packungen nicht vollständig oder falsch deklariert oder wegen chinesischer oder kyrillischer Schriftzeichen kaum zu entziffern seien. "Die Versender der Mittel sitzen häufig in Fernost", sagte er. Sie erreichten den Verbraucher über deutsche Zwischenhändler. Die Nachfrage bei den Kunden sei jedoch hoch. Mehr als 50 Prozent von 3000 befragten Personen hätten in den vergangen zwei Jahren Schlankheitsmittel eingenommen, 14 Prozent auch Produkte aus dem Internet.
Statt dauerhaft das Gewicht zu reduzieren, gefährden viele Schlankheitsmittel aus dem Internet die Gesundheit der Benutzer.
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