Erstes Land der Welt
Schweiz entscheidet über Einwohnerobergrenze
Als erstes Land weltweit stimmt die Schweiz am Sonntag über die Einführung einer strikten Einwohnerobergrenze ab. Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) schlägt vor, die Wohnbevölkerung bei zehn Millionen Menschen zu deckeln.
Die starke Zuwanderung hat die Schweizer Wirtschaft angekurbelt, zugleich aber Züge, Straßen und den Wohnungsmarkt stark belastet. Die SVP will die Einwanderung deshalb begrenzen. Regierung, Parlament und fast alle Parteien lehnen den Vorschlag ab. Justizminister Beat Jans warnt vor einem „Brexit-Moment der Schweiz“.
„Dichtestress, Menschen überfordert“
„Wir sind nicht gegen Einwanderung, sie muss jedoch maßvoll und kontrolliert sein, damit wir die richtigen Menschen ins Land holen“, sagte SVP-Abgeordneter Thomas Matter. Migrationsexperte Patrick Leisibach sieht als Hauptgrund für die Zustimmung den „Dichtestress“: „Die Menschen empfinden das Wachstum als zu schnell und die Infrastruktur als überfordert. Straßen, Züge und der Wohnungsmarkt stehen unter Druck.“
Mehr als ein Viertel der Schweizer Bevölkerung sind Ausländer. Die Schweiz lockt mit hohen Löhnen, auch wenn die Lebenshaltungskosten enorm sind. Ökonomen sehen Zuwanderung als wichtigen Wachstumstreiber.
Einschränkungen bei Asyl und Familiennachzug
Der SVP-Vorschlag sieht ab 9,5 Millionen Einwohnern Einschränkungen bei Asyl und Familiennachzug vor. Bei mehr als zehn Millionen müsste die Schweiz später das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU kündigen. Die Regierung warnt vor Milliardenschäden, Firmen vor Abwanderung und Jans vor Folgen für das Gesundheitswesen: „Diese Initiative kann Ihre Gesundheit gefährden“.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.