Eine der schönsten Fußball-Erinnerungen der Kindheit. Diego Maradonas Hand Gottes und sein Solo-Geniestreich gegen England, Michel Platinis letzter WM-Auftritt, die Brasilianer mit Zico und Socrates, sowie das beeindruckende Azteken-Stadion. Eine heiße, bunte und aufregende Endrunde mit Argentinien als Champion.
40 Jahre später kehrt die WM-Welt nach Mexiko zurück, die FIFA prognostiziert beim Eröffnungsspiel gegen Südafrika weltweit mehr als 1,1 Milliarden TV-Zuschauer. Damit wäre es das meistgesehene Eröffnungsereignis der Sport-Geschichte. Ein Traum, dort dabei zu sein. Doch dieser Plan wurde schnell verworfen. Zu gefährlich! Auch ohne ein Angsthase zu sein. Kartellgewalt und Bandenkriminalität regieren, es geht drunter und drüber – insbesondere außerhalb der streng bewachten Touristen- und WM-Zonen. „Sicherheitsblasen“ sollen die Teams und Anhänger schützen, doch die Situation wird als hochgradig instabil beschrieben. Unlängst kam es zu Protesten in Mexico City, bei denen die Polizei sogar Sprengsätze aufspürte.
Zehntausende Überwachungskameras, Drohnen sowie Sprengstoffspürhunde kommen zum Einsatz. Drei bis vier Sicherheitsringe werden ums Stadion errichtet, 56.000 (!) Polizisten stehen rund um die Uhr parat. Begebenheiten und Szenen, die alles andere als einladend wirken.
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