Wer sich öfter einmal erlaubt, das Leben als Honigschlecken zu genießen, wird bald merken, dass er stärkere Nerven hat und möglicherweise besser gelaunt ist. Honig enthält nämlich genügend B- Vitamine, um dem Körper dabei zu helfen, den Alltagsstress besser zu bewältigen. Zusätzlich stärken die pflanzlichen Hormone im Honig die Immunkraft, vertreiben Müdigkeit und sorgen für eine bessere Laune.
Gut zu wissen: Am besten entfaltet die süße Medizin ihre Wirkung, wenn du sie langsam auf der Zunge zergehen lässt oder sie in warmen Kräutertees trinkst.
Gerade im Herbst kann Honig uns dabei helfen, Erkältungen und Husten vorzubeugen. Verantwortlich dafür sind die Inhaltsstoffe Gluconsäure, Wasserstoffperoxid und sogenannte Inhibine. Die Gluconsäure ist für ein saures Milieu im Honig verantwortlich, wodurch viele Keime an der Vermehrung gehindert werden. In Schnupfenzeiten eine Wunderwaffe! Wasserstoffperoxid schädigt den Stoffwechsel der Krankheitserreger, und die Inhibine (von Englisch inhibit = verhindern) wirken entzündungshemmend. Außerdem rückt Honig den Krankheitserregern noch mit einem physikalischen Trick zu Leibe: Mit seinem hohen Zuckergehalt entzieht er den Keimen Wasser. Die Erreger trocknen aus und sterben ab.
Tipp: Nütze dieses Wissen und kaue in der Erkältungszeit regelmäßig an einem Stück Honigwabe. Sollte dich der Schnupfen schon erwischt haben, solltest du mehrmals täglich in kleinen Schlucken eine Tasse Lindenblütentee trinken, den du mit einem Löffel Honig süßt. Wichtig ist, dass du den Honig auf keinen Fall in allzu heißem Tee auflöst, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden.
Bei der Wundbehandlung wirkt Honig wie ein Antibiotikum. Der Honig wird äußerlich auf die Verletzung aufgetragen. Auf diese Weise kann die Wunde luftdicht verschlossen werden, außerdem bewirkt der Honig eine Wundreinigung.
Achtung: Experten warnen jedoch bei der Behandlung schlecht heilender Wunden vor Selbstversuchen. Denn es ist unsicher, ob der Honig aus dem Supermarkt während der Produktion erhitzt worden ist und überhaupt noch ausreichend entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
Lauwarme Milch mit Honig ist das ideale Getränk vorm Zubettgehen, weil die Kombination den Schlaf fördert. Grund dafür ist die in der Milch enthaltene Aminosäure Tryptophan, die durch den Honig besser in die Blutbahnen gelangt.
Honig kann einen wertvollen Beitrag bei der ausgewogenen Ernährung leisten, weil er zum Beispiel als Ersatz für Zucker verwendet werden kann. Durch seine über 150 Aromastoffe kann er zusätzlich dazu beitragen, Speisen geschmacklich aufzuwerten und abzurunden. Leider ist Honig aber nicht für jeden geeignet. So sollten Diabetiker wegen des hohen Zuckergehaltes und Pollen- Allergiker wegen der Pollenspuren im Honig lieber auf den süßen Sirup der Bienen verzichten.