Der Umsatz stieg insgesamt um fünf Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar (16,2 Milliarden Euro). Höhere Kosten etwa in der Entwicklung ließen den Gewinn allerdings bei 6,6 Milliarden Dollar stagnieren. Konzernchef Steve Ballmer sprach von "soliden Finanzergebnissen", vor allem da in diesem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen anstünden. Das lässt die Kunden üblicherweise zurückhaltender werden bei den aktuellen Produkten.
So steht etwa Windows 8 vor der Tür, das endgültig die Brücke vom PC zu den boomenden Tablets schlagen soll. Erschwerend kommt hinzu, dass die PC- Verkäufe allgemein schwächeln. Die Marktforschungsfirma Gartner rechnete für das abgelaufene Quartal ein Minus von 1,4 Prozent aus. Windows wird üblicherweise zusammen mit einem neuen PC ausgeliefert.
Der PC- Schwund hat im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen greifen viele Kunden mittlerweile lieber zu Tablets und Smartphones und sparen sich die Neuanschaffung eines Notebooks oder Desktop- Rechners. Zum anderen hatte die Flut in Thailand bestimmte Bauteile knapp werden lassen, sodass die PC- Produktion stockte.
Über allem schwebt die Unsicherheit durch die Schuldenkrise. Dennoch konnte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner verkünden: "Das Weihnachtsgeschäft war das stärkste in Microsofts Geschichte." Vor allem die Spielekonsole Xbox 360 mit der Bewegungssteuerung Kinect fand demnach viele Fans.