Opfer lebten in Angst

Falschparker entpuppten sich als Zuhälter-Pärchen

Tirol
13.06.2026 08:21

Eine simple Verkehrskontrolle führte Innsbrucker Polizisten in die dunkle Welt der illegalen Prostitution! Eigentlich geriet ein rumänisches Pärchen aufgrund einer Verwaltungsübertretung ins Visier von Beamten. Im Zuge der Amtshandlung stellte sich jedoch heraus, dass es sich um mutmaßliche Zuhälter handelt. In der Folge konnten auch zwei illegale Prostituierte ausgeforscht werden, die vom Duo ausgebeutet worden sein sollen.

Die Szenen spielten sich am frühen Dienstagnachmittag in der Innsbrucker Innenstadt ab. Der 27-jährige Rumäne und dessen Begleiterin (22) gerieten ins Visier einer Polizeistreife – offenbar wegen eines Parkvergehens. Das Duo soll sich dabei alles andere als „freundlich“ verhalten haben. Die Situation gipfelte schließlich in der Festnahme der beiden Rumänen.

Zeuge brachte Ermittlungen ins Rollen
Doch dann wurde es richtig brisant! „Während der weiteren Amtshandlung wurden die einschreitenden Beamten von einem Zeugen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dem 27-Jährigen um einen mutmaßlichen Zuhälter handeln könnte“, heißt es vonseiten der Ermittler.

Zudem sei bekannt geworden, dass sich zwei Frauen, die vom Verdächtigen zur Prostitution gezwungen werden würden, in einem nahegelegenen Lokal aufhalten sollen. Die beiden Frauen, 23-jährige Rumäninnen, konnten von den Beamten ausgeforscht und befragt werden.

Zitat Icon

Die Frauen gaben an, mittels der sogenannten Loverboy-Methode – also das Vortäuschen einer Liebesbeziehung – angeworben worden zu sein.

Ermittler vom LKA Tirol

Mit Loverboy-Methode angelockt
Aufgrund deren Angaben habe sich der Verdacht gegen den 27-Jährigen erhärtet. „Die Frauen gaben an, mittels der sogenannten Loverboy-Methode – also das Vortäuschen einer Liebesbeziehung – angeworben worden zu sein und teilweise bereits seit mehreren Monaten der Prostitution nachzugehen.“

Zudem hätten sie ihre gesamten Einnahmen an den Tatverdächtigen abgeben müssen. „Eine der Frauen berichtete darüber hinaus, vom Beschuldigten verletzt und bedroht worden zu sein und große Angst vor ihm zu haben.“

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete daher die Festnahme des 27-Jährigen wegen des Verdachts der Zuhälterei und der schweren Nötigung an. Er wurde folglich in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Begleiterin soll Beitrag geleistet haben
Im Zuge der weiteren Vernehmungen erhärtete sich gegen den Tatverdächtigen zudem der Verdacht der Urkundenunterdrückung, der Körperverletzung sowie der Sachbeschädigung. „Gegen die 22-jährige Begleiterin ergab sich der Verdacht, einen Tatbeitrag zur Zuhälterei geleistet sowie eine der Frauen gefährlich bedroht zu haben“, hieß es abschließend.

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