Die Sorge um Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit steigt von Tag zu Tag. Jetzt ließ sich Kronprinz Haakon nur wenige Stunden vor einem wichtigen Termin entschuldigen, um bei seiner schwer kranken Ehefrau zu sein.
Der norwegische Kronprinz fehlte am heutigen Freitag beim Staatsrat. Der wichtige Termin des norwegischen Königs findet wöchentlich um elf Uhr statt, gewöhnlich nimmt auch Haakon teil. Doch sein Platz blieb dieses Mal leer. Wie es heißt, habe der 52-Jährige kurzfristig abgesagt.
Erneute Absage wegen Mette-Marit
Die Begründung des Palasts gegenüber „Aftenposten“ war ebenso knapp wie unmissverständlich: „Der Kronprinz hat sein heutiges Programm aufgrund der Erkrankung der Kronprinzessin abgesagt.“ Man möchte dem Kronprinz mehr Zeit an der Seite von Mette-Marit verschaffen.
Hintergrund ist der immer schlechter werdende Gesundheitszustand der 52-jährigen Kronprinzessin, die an einer unheilbaren Lungenfibrose leidet. Wie der Palast erst vor wenigen Tagen mitteilte, steht Mette-Marit seit Anfang Juni auf der Warteliste für eine Lungentransplantation.
Familie in „extrem prekärer Lage“
Royal-Expertin Caroline Vagle erklärte unterdessen der Zeitung „Se og Hør“, dass es „sehr ungewöhnlich“ sei, dass Haakon einen derart wichtigen Termin absage, auch wenn der Palast die Öffentlichkeit „in der aktuellen Situation“ auf Absagen wie diese vorbereitet habe.
Dennoch unterstrich Vagle: „Wenn der Kronprinz beschließt, so wichtige konstitutionelle Pflichten wie einen Staatsrat abzusagen, zeigt dies ganz deutlich, dass sich die Familie derzeit in einer extrem prekären Lage befindet.“
Marius wieder im Gefängnis
Unterdessen wurde auch Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby wieder ins Gefängnis gebracht, nachdem er die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Spital verbracht hatte.
Zu den Hintergründen für Marius‘ Krankenhausaufenthalt ist bislang nichts bekannt. Sein Anwalt René Ibsen erklärte auf Nachfrage norwegischer Medien: „Dazu möchte ich mich nicht äußern.“ Am Montag wird schließlich das Urteil im Prozess gegen Høiby verkündet.
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